In der ganzen Region waren die Mitarbeiter der Bauhöfe unterwegs und haben mit Schneepflügen die Straßen von Schnee und Eis befreit. Immer dabei: eine ganze Menge Salz, damit die Straßen im Anschluss auch nicht mehr rutschen. Tonnenweise Streusalz wurde in den vergangenen Tagen in den unterschiedlichen DG-Gemeinden verteilt - auch in der Gemeinde Bütgenbach.
Trotzdem schaut Bauhofleiter Christoph Pauels noch ruhig auf die kommenden Wochen und Monate. "In der Gemeinde Bütgenbach haben wir für den diesjährigen Winter plus minus 290 Tonnen Streusalz bei der Provinz Lüttich in Amay reserviert. Je nach Bedarf werden dann die Transporte mit einem regionalen Transporteur und auch mit der Einkaufsgemeinschaft der Provinz Lüttich organisiert."
Bütgenbach wird vom Großlager der Provinz beliefert
Wie viele Gemeinden aus der Region bezieht Bütgenbach das Salz also vom Großlager der Provinz in Amay. Bis zu 34.000 Tonnen Salz lagern in der riesigen Halle und warten darauf, dass eine der 78 teilnehmenden Gemeinden Nachschub braucht. Für die Gemeinde Bütgenbach kann das an schneereichen Tagen schon mal schnell der Fall sein.
Das zeigt sich an einem Beispiel vom vergangenen Wochenende: "Wir haben am Donnerstag Nachmittag eine komplette Ladung erhalten und am Samstag Nachmittag musste wieder eine neue Ladung herbeigebracht werden, weil durch die Wetterbedingungen natürlich viel gestreut worden ist."
Unterm Strich bedeutet das also, dass die Gemeinde bei Wetterbedingungen wie am Freitag oder Samstag zwei Tage mit dem Salz auskommt. Anschließend muss das Zentrallager dann kontaktiert werden. Meistens gehe das aber reibungslos und sehr schnell, so Pauels. Auch dank der Hilfe eines lokalen Transporteurs, der immer kurzfristig einspringt und die Fahrt nach Amay antritt, um dort weitere 35 Tonnen Salz zu holen.
Dennoch kommt es beispielsweise an Feiertagen schon mal vor, dass die Gemeinde eine andere Lösung finden muss. Hilfe gibt es dann vom Öffentlichen Dienst der Wallonie in St. Vith. Daneben kann Bütgenbach aber auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden zählen.
Im Grunde genommen funktioniert also alles mit Hilfe vieler Akteure reibungslos. Dennoch möchte sich die Gemeinde Bütgenbach auf lange Sicht noch etwas mehr Planungssicherheit schaffen und das Lager am Bauhof erweitern. Wie genau das aussehen soll, ist aber noch nicht klar.
Büllingen bezieht Salz auf anderem Wege
Ein richtiges Lager wie in Bütgenbach gibt es in der Gemeinde Büllingen noch nicht. Hier wird das Salz aktuell in Bigbags aufbewahrt. Der zuständige Schöffe Andreas Pflips freut sich aber auf die nächste Wintersaison - bis dahin wird sich daran nämlich einiges ändern: "Wir sind gerade dabei, den neuen Bauhof fertigzustellen, der dann im Sommer bezogen werden kann. Und ab dem Moment haben wir ein Salzlager, wo wir dann das Salz lose bekommen und nicht mehr in Bigbags verpackt haben."
Problematisch ist die aktuelle Situation für die Gemeinde aber so oder so nicht. Aktuell hat man genug Salz vor Ort, obwohl man nicht auf das Zentrallager der Provinz zurückgreift. "Wir beziehen das Salz tatsächlich über eine andere Firma, von der wir das schon seit vielen, vielen Jahren beziehen. Diese Firma, mit der wir zusammenarbeiten, hat für uns ein Lager von 400 Tonnen, das immer auf Abruf ist. Und wir werden dann tatsächlich beliefert. Das war damals auch der ausschlaggebende Punkt, weil es unterm Strich für uns ein bisschen günstiger ist."
Und so sind beide Gemeinden problemlos durch die vergangenen schneereichen Tage gekommen. Der nächste Schnee oder auch das nächste Eis wird in diesem Jahr aber sicher noch kommen - und dann wird weiter Salz gestreut, damit wir alle sicher durch die Region kommen.
Robin Emonts