Ein erster Hügel sorgt für den nötigen Schwung, dann folgt ein kleines Plateau und anschließend geht es noch einmal bergab. Wer möchte, kann auf der Skipiste Zosterbach mit ordentlich Geschwindigkeit hinunterfahren.
15 Jahre lang mussten alle Schnee-Fans am Zosterbach darauf verzichten. Der Grund: Die Piste war geschlossen. Der zuständige Verein hatte nicht mehr genügend Mitglieder, der Lift wurde abgebaut und es gab Jahre ohne richtigen Schnee. Das Projekt ist eingeschlafen.
Jetzt ist eine neue Generation junger Leute herangewachsen, die Lust hat, die Piste wieder aufzuziehen. Dazu gehört auch Noah Rauw. "Die meisten von uns sind hier selbst als Kinder gerodelt. Ich kann mich sogar noch an den Lift erinnern. Das war schon immer sehr schön und hat uns auch dazu motiviert, wieder anzufangen."
Der Junggesellenverein hat sich also kurzerhand mit dem ehemals zuständigen Verkehrsverein zusammengetan und die Interessengemeinschaft Zosterbach gegründet, die sich nun um die Piste kümmert. In der Gemeinschaft engagieren sich rund zwölf Menschen.
Damit war es aber nicht getan. "Die Vorbereitungen haben ungefähr ein Jahr gedauert", sagt Noah. "Wir mussten Anträge stellen, damit wir die Piste wieder öffnen und hier auch Getränke und kleine Snacks verkaufen können. Das war manchmal ein ganz schönes Hin und Her. Dann mussten wir noch unser altes Schneemobil reparieren und haben eine Spülmaschine bekommen – und jetzt läuft alles."
Die Arbeit scheint sich gelohnt zu haben. Schon am vergangenen Wochenende war laut Noah viel los auf der Piste, und die Interessengemeinschaft hofft, dass es so weitergeht. Wenn Schnee liegt, ist die Piste samstags ab 13 Uhr und sonntags ab 10 Uhr geöffnet.
Annika Deist


