Der originale Holzboden im Altbau und die hohen hellen Decken: Das neue Zuhause der Frauenliga am Rathausplatz 5 in Eupen kann sich definitiv sehen lassen. Seit Anfang Dezember sitzt das Team in einem Büro im ersten Stock.
Laut Geschäftsführerin Nicole Baltus gibt es mehrere Gründe für den Umzug. "Es ist vor allem die Sichtbarkeit. Es kommen Leute vorbei, man hat Laufkundschaft - viel mehr als am alten Standort. Und für uns war es auch mal positiv, die alten Zöpfe abzuschneiden. Es hat gut getan, bei null anzufangen."
Bei der Entscheidung waren aber auch selbstauferlegte Sparmaßnahmen ausschlaggebend - alles in allem kommt die Frauenliga am neuen Standort deutlich günstiger weg. Trotzdem vermisst das Team hier nichts. "Wir haben eine Küche, wir haben eine Außenterrasse, die im Sommer sehr beliebt ist. Wir haben drei Besprechungsräume, die alle barrierefrei zugänglich sind. Deswegen fühlen wir uns hier sehr wohl."
Weil das Haus eine so besondere, lange und vielfältige Geschichte hat, wird es die Frauenliga auch in diesem Jahr im Rahmen des Projekts "Frauenorte Ostbelgien" thematisch weiter begleiten. "Da geht es darum, Orte vorzustellen, an denen Frauen besondere Leistungen vollbracht haben", erklärt Nicole Baltus.
"Dieses Gebäude hier zum Beispiel hat in den 30er Jahren mal zwei Frauen namens Zimmermann gehört. Sie sollen arbeitslosen Handwerkern, die keine Aufträge hatten, hier empfangen und ihnen kostenlos Essen ausgegeben haben." Schilder an den Wänden sollen dann in Zukunft die besondere Geschichte der beiden Frauen erzählen.
Ein ziemlich passendes neues Zuhause für die Frauenliga also. Eingelebt haben Sie sich hier schon nach dem ersten Tag, sagt das Team. Was wohl auch an dem wohl wichtigsten liegt: Ein neues, gemütliches Plätzchen für Bürohund Charly.
Annika Deist
Viel Erfolg und Glück im neuen Haus sei allen Frauen gewünscht!
Dass es überhaupt eine Bewegung geben muss, die sich für die Rechte der Frauen einsetzt, ist ein Armutszeugnis für unsere Menschheit und sagt so einiges über unsere Welt und Gesellschaft aus. Es ist gelinde gesagt, für das vermeintlich 'starke' Geschlecht, die Männer, die weltweit eher schlecht als recht walten, eher beschämend.
Geben wir Frauen endlich die Freiheit und die Rechte, die ihnen als Mensch genauso zustehen wie den Männern! Ohne wenn und aber, denn was für Männer selbstverständlich ist, sollte es für Frauen genauso sein. Und weiter sollte sich die Welt endlich an die Lebensrealität der Frauen anpassen, anstatt sie in die Männer-Gussform zwingen zu wollen.
Wäre es nicht Zeit, anstelle von Patriarchat und Matriarchat, für ein "Aequaliarchat"?