Aachen: Casino wirft weniger Ertrag ab

Die Casinos der deutschen "Westspiel Gruppe" erlitten im vergangenen Jahr den dritten Ertragseinbruch in Folge. Das Aachener Spielcasino erwirtschaftete nur noch 7,4 Millionen Euro - 1,3 Millionen weniger als 2009.

Deutsche Spielcasinos spüren immer noch die Ausläufer der Wirtschaftskrise und die illegale Internet-Konkurrenz. Die Casinos der Westspiel Gruppe erlitten im vergangenen Jahr erneut einen Einbruch, teilte die Gruppe am Dienstag mit.

Die Einrichtungen erwirtschafteten mit Roulette, Black Jack, Poker oder Automatenspielen rund 108 Millionen Euro, nach 125 Millionen im Jahr zuvor. Es ist der dritte deutliche Rückgang in Folge seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008. Die sieben Westspiel-Casinos hätten aber immerhin 20 Prozent der Erträge aller 71 deutschen Spielbanken erzielt.

Die Branche leide unter Konsumzurückhaltung, Werbeeinschränkungen, illegalen Spielen im Internet und der Ausweitung des gewerblichen Automatenspiels, erklärte die Geschäftsführung. Auch die öffentliche Hand und gemeinnützige Organisationen nahmen in der Folge der Ergebniseinbrüche der Casinos weniger Geld ein. Insgesamt überwies Westspiel noch knapp 61 Millionen Euro an Spielbankabgaben. 2009 wurden noch mehr als 75 Millionen Euro fällig.

Westspiel will mit weiteren Modernisierungen, Events und Aktionen wie Poker- oder Automatenturnieren den Einnahmeverlusten entgegenwirken. Die Gruppe betreibt neben dem Standort Aachen auch Spielbanken in Duisburg, Hohensyburg (Dortmund), Bad Oeynhausen, Bremen, Berlin und Erfurt.

dpa/rkr/km

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