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Orange the World: Orange als Signalfarbe gegen Gewalt an Frauen

09.12.202513:4909.12.2025 - 16:53
  • Eupen
  • St. Vith
Sarah Raisin, Mitglied bei Soroptimist Ostbelgien.
Sarah Raisin, Mitglied bei Soroptimist Ostbelgien (Bild: Simonne Doepgen/BRF)

Eifersucht, Manipulation, Ablehnung oder gar Schläge: Gewalt kann viele Gesichter haben - mal mehr und mal weniger sichtbar. Doch eines ist sicher: Wer sich in einer sogenannten "toxischen Beziehung" befindet, der muss da raus. Toxisch, sprich "giftig" oder "ungesund", sind Beziehungen dann, wenn sie uns nicht gut tun.

Orange Plakate an zahlreichen öffentlichen Gebäuden, orange Schälchen, orange Zeichen. Orange als die Farbe der Aktion der Vereinten Nationen "Orange the World - Read the Signs". Orange als Signalfarbe gegen Gewalt an Frauen: "Ja, die Aktion wird von Soroptimist Eupen unterstützt und sie setzt sich ein für Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben und/oder sich in toxischen Beziehungen befinden", sagt Sarah Raisin von dem Frauenserviceclub Soroptimist Eupen. Seit mehr als 30 Jahren läuft die weltweite Kampagne der Vereinten Nationen. In ganz Belgien arbeiten 54 Soroptimist-Clubs daran, "Orange the World - Read the Signs" öffentlich zu machen.

Gleich zwei toxische Beziehungen hat Magdalena Stoica aus St. Vith hinter sich. Gleich zweimal ist die heute 50-Jährige daraus ausgebrochen. "Ich habe 13 Jahre in einer Ehe gesteckt, wo ich kein Geld bekommen habe. Ich musste um 50 Euro bei meinem Ex-Mann betteln. Am Ende bin ich gegangen mit zwei Kindern, 2.000 Euro und meinem Auto. Das war alles, was ich hatte", erinnert sich Magdalena. Hilfe finde man immer, wenn man wolle, ist sie überzeugt. "Es gibt so viele Möglichkeiten in Belgien. Dabei bist du zuerst für dich selbst verantwortlich. Dann für deine Kinder, wenn du Kinder hast."

Am Ende ihrer Kräfte sei sie damals gewesen, erzählt sie. Trotzdem habe sie die Energie gefunden, auszubrechen. "Die Energie ist in uns. Wir müssen nur erkennen, wie wertvoll wir sind. Und dass wir nicht dieser Mensch sind, der uns eingeredet wird - 'Du bist dumm, du bist blöd, du bist für nichts gut, ohne mich bist du niemand'. Du bist nicht dieser Mensch. Das ist eine Projektion. Er projiziert auf dich seine negativen Anteile. Hauptsache, du erkennst, wer du in Wahrheit bist."

Heute möchte Magdalena erzählen, wie sie es geschafft hat, sich aus ihren toxischen Beziehungen zu lösen. Sie hat sich fortgebildet, sich selbstständig gemacht und arbeitet als Coach. Dabei stellt sie fest: "Die Frauen werden immer wacher und achten auf Zeichen. Wir sind die erste Generation, die an ihren Traumata arbeitet."

Magdalena Stoica aus St. Vith
Magdalena Stoica aus St. Vith (Bild: Simonne Doepgen/BRF)

So arbeitet auch Soroptimist weiter daran, Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht zuzulassen. Ein Mittel dabei ist das "Gewaltbarometer", das zum Beispiel in Schulen eingesetzt wird. "Um sichtbar zu machen, wenn ich mich in einer Beziehung befinde, in welchem Bereich befinde ich mich? Ist noch alles grün, ist es ok. Oder sind wir eher auf dem Weg in den gelben Bereich oder bin ich schon in einer Gefahrenzone in dem roten Bereich? Das Gewaltbarometer ist aufgebaut wie eine Ampel, da kann man schön erkennen, auf welcher Ebene man sich innerhalb einer Beziehung befindet", erklärt Sarah Raisin von Soroptimist Eupen.

Bei Magdalena Stoica standen alle Parameter auf rot: Demütigungen und Gewalt gehörten dazu. Sie hat gelernt, "nein" zu sagen. "Nein zu sagen in dem Moment, wenn deine Grenze überschritten wird. Nein zu sagen, wenn der andere dich für dumm verkauft. Nein zu sagen, wenn du Liebe brauchst und keine Liebe bekommst. Nein zu sagen, wenn du erkennst, dass du nicht so behandelt wirst, wie du behandelt werden möchtest."

Wer in einer ungesunden Beziehung steckt, soll nicht alleine bleiben. Unterstützung bietet zum Beispiel die kostenlose Telefonhilfe unter der Nummer 108.

Simonne Doepgen

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