Das Kletterprojekt unter dem Viadukt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. "Von sechs Kletterrouten sind wir auf 22 hochgegangen", berichtet Kirsten Hendricks, Kassiererin des Kletterclubs Ostbelgien. Unterstützung bekommt das Projekt nicht nur von lokalen Kletterern, sondern auch von Besuchern aus dem Ausland oder Brüssel, die hier regelmäßig klettern und die die Routen mit einrichten und prägen.
Die Anlage richtet sich an alle Altersgruppen. "Klettern ist wirklich für jedes Alter gedacht. Die ganz Kleinen haben spezielle Gurte und können sogar schon am Seil klettern", erklärt Hendricks. Ab etwa acht Jahren können Kinder das Sichern lernen - ein Erlebnis, das auch die Familienbindung stärkt. "Wir machen zum Beispiel im nächsten Jahr ein Familienklettern, weil es die Bindung so schön stärkt zwischen den Familienmitgliedern."
Besonders beliebt ist die gelbe Route, die bis in die Mitte des Überhangs führt. "Das ist wirklich spektakulär. Es ist toll zu sehen, dass geübte Kletterer hierherkommen und die Route meistern." Auch für die Zukunft hat der Kletterclub große Pläne: "Die Ideen gehen uns nie aus. Es werden bestimmt viele Projekte umgesetzt und neue Routen geschaffen. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft."
Die Kletterwand unter dem Viadukt hat sich damit zu einem beliebten Treffpunkt für Sportler und Familien entwickelt - ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistert klettern können.
Robin Emonts