Mindestens jeder fünfte Ladeninhaber sieht sich laut der Unternehmerorganisation Unizo mit solchen Ausfällen konfrontiert. Betroffen sind vor allem Geschäfte mit viel Laufkundschaft wie Bäckereien, Zeitungsläden oder Cafés. Die belgische Unternehmerorganisation warnt bereits vor finanziellen Schäden in Millionenhöhe und fordert ein deutlicheres Fehlersignal an den Geräten.
In Eupen schildern Händler ähnliche Erfahrungen. Caroline Echten von der Buchhandlung Logos erklärt, dass häufig schwaches Netz der Grund sei: "Dann lädt das Gerät länger, die Kunden denken, es sei erledigt, gehen nach Hause - und anschließend bricht die Transaktion ab." Dabei handele es sich nicht um absichtliches Verhalten. Vielen Kunden sei schlicht nicht bewusst, dass die Zahlung fehlgeschlagen ist.
Ein weiteres Problem: Bei höheren Beträgen oder wenn ein Limit erreicht ist, wird eine zusätzliche PIN-Eingabe nötig. Doch das Terminal warnt in solchen Fällen nur schwach oder mit Verzögerung - oft erst, wenn die Kundschaft bereits auf dem Weg nach draußen ist.

Wie verbreitet das kontaktlose Zahlen inzwischen ist, zeigt die Metzgerei von Patrick Steffens. "Acht von zehn Kunden nutzen es - das ist normal geworden. Es muss einfach schnell gehen", sagt er. Auch er kennt die Tücken der mobilen Kartenlesegeräte: "Wenn es piept, ist die Karte zwar erkannt, aber die Transaktion noch nicht abgeschlossen. Das Geld wird erst abgebucht, wenn das grüne Häkchen erscheint." Deshalb achtet er bewusst auf diesen Moment, um nicht hinterherlaufen zu müssen. Trotz aller Schwierigkeiten betont Steffens die Vorteile: Weniger Bargeld im Kassenbestand reduziere Sicherheitsrisiken im Falle eines Überfalls.
Die Anbieter der Bezahlterminals haben auf die Kritik von Unizo reagiert und zeigen sich laut Medienberichten gesprächsbereit. Ob bald lautere Warnsignale oder deutlicher sichtbare Hinweise eingeführt werden, bleibt vorerst offen.
Manuel Zimmermann
Ich habe das selbst erlebt: Der Geschäftsmann musste den Kunden von draußen zurückholen, weil die Transaktion fehlgeschlagen war. Das behindert natürlich auch die Bearbeitung nachfolgender Kunden.
Ich fände es sehr hilfreich (und schnell umsetzbar), wenn der Piepton nur erst bei erfolgreicher Transaktion ertönt und nicht jetzt bei Karte erkannt, da die meisten Kunden sowieso automatisch warten, bis sie den Piepton hören, bevor sie die Kasse verlassen.
Letzten Samstag habe ich das gleiche am Aldi, in Deutschland erlebt. Die Kassiererin musste den Kunden bis auf dem Parkplatz nachlaufen.
Scheint doch nicht so perfekt zu sein, die Bargeldlose Zahlmethode.