Der diesjährige Preisträger des Aachener Friedenspreises darf nicht nach Deutschland einreisen. Es handelt sich um den Chefredakteur des iranischen Newsletters AMirkabir.
Er berichtet seit Jahren über Missstände und Menschenrechtsverletzungen im Iran und vernetzt iranische Oppositionelle. Der Chefredakteur, der den Preis am 1. September persönlich entgegennehmen wollte, lebt seit zwei Jahren in Armenien.
Obwohl viele namhafte Politiker aus Aachen eine Einreise des Menschenrechtlers unterstützt hätten, stelle ihm die deutsche Botschaft kein Visum aus. Die Angst, er könne in Deutschland bleiben wollen, sei zu groß, kritisiert die Vereinigung Aachener Friedenspreis diese Entscheidung scharf.
Die Bundesrepublik schreibe sich den Schutz von Menschenrechten und Demokratie auf ihre Fahnen. Gleichzeitig verweigere sie einem vehementen Kämpfer für diese Werte die Einreise.
mitt/mb