Trotz Krisen allenthalben: Amel bleibt ein Steuerparadies

Der Ameler Gemeinderat hat sich auf der vorletzten Sitzung des Jahres vor allem mit Finanzfragen beschäftigt. Die wichtigste Erkenntnis: Amel bleibt trotz aller Krisen bei seinen günstigen Steuersätzen. Zumindest bis auf Weiteres.

Gemeindehaus von Amel

Bild: Julien Claessen/BRF

Sechs Prozent Zuschlag auf die Einkommenssteuer, 1200 Zuschlaghundertstel zur Immobilienvorbelastung: Amels Steuersätze gehören zu den niedrigsten in der Wallonischen Region. Und selbst im Vergleich mit flämischen Gemeinden liegt man in der Spitzengruppe.

Allerdings beeilte sich Bürgermeister Erik Wiesemes zu erwähnen, dass diese günstigen Steuersätze für ein Jahr gelten. Andere Steuern, im Tourismus oder auf Verwaltungsdokumente, gelten für die kommenden zwei Jahre.

Nur wenige Änderungen

Fast alle Steuern und Gebühren bleiben gleich. Bei verwahrlosten und nicht genutzten Gebäuden will die Gemeinde aber Druck machen: Nach einem ersten Gnadenjahr steigt die Steuer zunächst auf 1500 Euro jährlich und ab dem vierten Jahr auf 3000 Euro.

Noch im Laufe des kommenden Jahres soll die Gebühr für die Nutzung von Erdaushubdeponien angehoben werden. Bis dahin hofft die Gemeinde, zusammen mit der Wallonischen Region eine neue Deponie entlang der Autobahn bei Born anlegen zu dürfen. Dann werden die Tarife angepasst, die nach Auskunft bislang zu niedrig lagen.

Gestrichen werden die Gebühren für Animationen auf der Waldlehrbühne bei Heppenbach und die „Ballsteuer“ von 50 Euro pro Veranstaltung. Damit will die Gemeinde ihren Vereinen entgegenkommen.

Ausflugsgutscheine für Jugendgruppen

Fortgesetzt wird auch die Ausgabe von Gutscheinen für Junggesellenvereine und Gruppen der Katholischen Landjugend (KLJ), wenn sie für Ausflüge auf Busse, Kleinbusse oder neuerdings die Eisenbahn zurückgreifen. Pro Verein oder Gruppe gibt es bis zu sechs Gutscheine à 50 Euro.

Das Projekt war ursprünglich auf ein Jahr begrenzt, wird nun aber auf unbestimmte Zeit verlängert.

Der Holzverkauf Ende Oktober hat insgesamt rund 1,5 Millionen Euro erbracht. Damit, so Bürgermeister Wiesemes, sei es der Gemeinde „noch recht gut ergangen.“

Stephan Pesch

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