Gemeinde Burg-Reuland möchte Strom sparen und mit gutem Beispiel vorangehen

Die Gemeinde Burg-Reuland möchte Energiekosten sparen. Über entsprechende Maßnahmen hat sich der Gemeinderat am Donnerstagabend schon informell geeinigt. Geplant ist beispielsweise, die Straßenbeleuchtung zwischen 23 und 5 Uhr auszuschalten.

Gemeindehaus von Burg-Reuland

Bild: Julien Claessen/BRF

Weitere Maßnahmen wurden vorgeschlagen und sollen bis zum nächsten Gemeinderat offiziell ausgearbeitet werden: So könne die Gemeinde in diesem Jahr auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten, schlägt Bürgermeisterin Marion Dhur vor.

Auch öffentliche Plätze und Kirchen sollen nicht mehr angestrahlt werden. Schulen und öffentliche Einrichtungen werden nochmals sensibilisiert, bei Licht und Wärme zu sparen.

Die Gemeinde möchte als gutes Beispiel vorangehen und hofft, dass die Bürger nachziehen. Ursprünglich hatte die Gemeinde für dieses Jahr 35.000 Euro für öffentliche Beleuchtung vorgesehen, die Summe hat sich aber schon verdoppelt.

„Zwiebelprinzip und Pullover anziehen, das tut einem auch nicht weh“, fasst es Gemeinderatsmitglied Romano Schmitz zusammen. „Vielleicht doch, wenn ich den Pullover gestrickt habe“, scherzt die Bürgermeisterin. Bei den aktuellen Preissteigerungen sei ihr allerdings nicht zum Lachen zumute.

Schließlich spürt die Gemeinde die Preissteigerungen schon im eigenen Portemonnaie: Der Haushalt wurde nun bei den Ausgaben um insgesamt 400.000 Euro angepasst. Davon seien 270.000 Euro auf die aktuellen Preissteigerungen zurückzuführen, erklärt der zuständige Schöffe Serge Dollendorf. Dazu gehören höhere Kosten für Brennstoff, Strom und indexierte Löhne. Finanziert werden sollen diese Mehrkosten durch Eigenmittel und Subsidien, aber auch Anleihen in Höhe von 200.000 Euro.

„Kreuzberg“ in Thommen

Bürgermeisterin Marion Dhur erklärte außerdem, dass die Straße „Kreuzberg“ in Thommen ab sofort nur mehr für den Ortsverkehr zugänglich ist. Die entsprechende Polizeiverordnung wird am Freitagmorgen in Kraft treten.

Grund seien die Verkehrsprobleme, die sich seit dem Schulstart häufen. Zuspitzen würde sich die Situation vor allem dann, wenn der Berufsverkehr aus Luxemburg durch die Ortschaft „schieße“, so Dhur. Vorerst gelte die Maßnahme so lange, wie die Bauarbeiten an der Parzellierung am Kreuzberg andauern.

Raffaela Schaus

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