Ukrainische Flüchtlinge und Heizkosten – ÖSHZ schlagen doppelt Alarm

Die Öffentlichen Sozialhilfezentren in Ostbelgien fordern einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus der Ukraine. In allen Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft seien die Kapazitäten erschöpft, sagte Raerens ÖSHZ-Präsident Ferdy Leusch.

ÖSHZ Raeren (Bild: Lena Orban/BRF)

ÖSHZ Raeren (Bild: Lena Orban/BRF)

In der Raerener Gemeinderatssitzung am Mittwochabend berichtete er aus einer gemeinsamen Sitzung aller ÖSHZ in der DG. Demnach haben die DG-Gemeinden überdurchschnittliche viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Alleine in Raeren sind es 81 Personen.

Jetzt fehlt es laut Leusch vor allem an Personal und Wohnungen: „Wir haben ein Problem nicht in erster Linie finanzieller Art, aber ein Problem der Begleitung. Ein Problem von Sozialassistenten, die sich kümmern müssen. Die Arbeit ist wesentlich umfangreicher als bei unserem normalen Klientel. Daher ist es uns wichtig zu sagen, dass man nicht mehr ukrainische Flüchtlinge aufnehmen kann, weil wir jetzt effektiv an unsere Grenzen stoßen – unter anderem auch, was den verfügbaren sozialen Wohnraum betrifft.“

Hohe Energiekosten

Sorgen bereiten den ÖSHZ auch die steigenden Energiekosten. Die Anträge auf Heizkostenbeihilfen hätten sich jetzt schon innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht. Auch Menschen mit einem sonst ausreichenden Einkommen können laut Ferdy Leusch ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Das ÖSHZ Raeren bietet seit August sogenannte Heizölsprechstunden an. Dort können sich Bürger beraten lassen, wie sie welche Heizölprämie beantragen können. Die Sprechstunden (jeweils mittwochs ganztags) seien für die nächsten drei Wochen ausgebucht, so Leusch.

Olivier Krickel

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