Eupener Strafgericht urteilt zu Cannabisakten: Gefängnis-, Arbeits- und Geldstrafen

Das Eupener Strafgericht hat am Montag Urteile in gleich zwei Cannabisakten getroffen. In einem Fall wurden elf Personen verurteilt.

Cannabis (Illustrationsbild: Abir Sultan/EPA)

Illustrationsbild: Abir Sultan/EPA

Sie hatten Cannabisplantagen in Stembert, Büllingen und Burg-Reuland betrieben. Die Verurteilten waren der Justiz bereits wegen ähnlicher Vorfälle bekannt.

Ausschlaggebend für die Ermittlungen war eine Verkehrskontrolle im Oktober 2020. Hier entdeckte die Polizei bei einem 55-Jährigen Utensilien zum Anbau von Cannabis.

Der Mann war erst einen Monat zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Verdächtige wurde überwacht. Im September 2021 wurden dann Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte den 55-jährigen Anführer der kriminellen Vereinigung zu mehr als sieben Jahren Haft. Die anderen Angeklagten wurden zu bis zu vier Jahren Haft verurteilt. Daneben fordert das Gericht die Rückzahlung der illegalen Gewinne in Höhe von 760.000 Euro.

Daneben wurde ein Mann verurteilt, der in Hergenrath eine Cannabisplantage betrieben hatte. Auch Stromdiebstahl wird dem Mann vorgeworfen. Bei der Durchsuchung im Juni 2020 war die Plantage jedoch nicht mehr in Betrieb.

Die Staatsanwaltschaft schätzte, dass der Mann wohl 100 Pflanzen anbaute und die Erträge verkauft hat. Der Mann zeigte sich geständig.

Er muss 250 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten. Daneben soll er illegale Gewinne in Höhe von 45.000 Euro zurückzahlen. An den Stromanbieter Ores soll der Mann etwas mehr als 30.000 Euro zahlen.

belga/ale