Lontzener Gemeinderat: Energiekosten 2023 mehr als doppelt so hoch wie 2021

Im Lontzener Gemeinderat hat das Thema Energiekosten an erster Stelle der Tagesordnung gestanden. Auch die Gemeinden bleiben von den steigenden Energiepreisen nicht verschont.

Gemeinderat Lontzen am 29. August

Bild: Dogan Malicki/BRF

Finanzschöffe José Grommes (Energie) rechnet mit erheblichen Mehrkosten, die auf die Gemeinde zukommen werden. 2021 hatte Lontzen für Gas, Wasser und Strom im Haushalt insgesamt 185.800 Euro vorgesehen. Dieses Jahr wird mit Kosten in Höhe von 272.500 Euro gerechnet, für 2023 sogar mit 442.000 Euro.

„Die Preise werden im nächsten Jahr deswegen explodieren, weil wir verschiedene Verträge mit Anbietern haben, die Ende dieses Jahres ablaufen. Im nächsten Jahr werden wir dann mit Sicherheit nicht dieselben Preise erhalten, wie wir sie in diesem Jahr hatten. Wir können uns also darauf einstellen, dass wir im nächsten Jahr, im Vergleich zu 2021, über 256.000 Euro Mehrausgaben für die Energiekosten haben werden“, rechnet Grommes vor.

Die Gemeinde sucht nach Möglichkeiten, Energie zu sparen. Laut Grommes wird auch an anderen Stellen im Haushalt geprüft, wo Einsparungen möglich sind. Grommes ist „guter Dinge, dass wir anständige Lösungen finden werden, um auf diese hohen Preise zu reagieren.“

Nicht nur die Gemeinde ist von den hohen Energiepreisen betroffen, sondern auch ihre Bewohner. Trotzdem sei die aktuelle Lage am ÖSHZ Lontzen „erstaunlich ruhig“, sagt ÖSHZ-Präsident Karl-Heinz Braun (Ecolo). Seinen Angaben nach sind in den letzten zwei oder drei Monaten nicht mehr Anfragen hereingekommen als im vergangenen Jahr. Braun befürchtet allerdings, dass das nicht so bleiben wird. Das ÖSHZ stelle sich darauf ein, dass die Zahl der Anfragen im Winter deutlich steigen werde.

Sonja Cloot (ListePlus) und Etienne Simar (Union) kritisierten bei der Gemeinderatsitzung, dass sich der Spielplatz in der Henri-Schils-Straße in einem desolaten Zustand befinde. Anwohner hätten sich diesbezüglich schon mehrmals beklagt. Die Mehrheit würde nur tatenlos zusehen.

Bauschöffe Werner Heeren (Energie) erklärte, dass in diesem Mai bereits kaputte Spielgeräte abmontiert wurden, damit der Spielplatz keine Gefahr für Kinder darstelle. Laut Bauschöffe wird die Gemeinde in den kommenden Tagen mit den Anwohnern ein Viertelprojekt starten, um den Spielplatz wieder herzurichten.

Dogan Malicki