Bütgenbacher See beliebt bei Anglern

Ob es nun zum Wandern, Mountainbike- oder Radfahren ist: Die Region bietet Touristen viele Gründe, herzukommen. Doch es gibt auch Aktivitäten, die es etwas ruhiger angehen und trotzdem über die Grenzen hinaus ihren Reiz versprühen. Dazu gehört das Angeln.

Bütgenbacher See beliebt bei Anglern (Bild: BRF Fernsehen)

Bütgenbacher See beliebt bei Anglern (Bild: BRF Fernsehen)

Es ist sieben Uhr morgens. Die Sonne scheint. Nebel liegt über dem Bütgenbacher See. Der eignet sich laut einem Onlineportal für Angelausflüge besonders für ein abwechslungsreiches Angelerlebnis, zählt sogar zu den Top Ten im deutschsprachigen Raum.

Warum das so ist? Das müsste die „Ligue Royale des Pêcheurs de l‘Est“ wissen. Die hält die Fischereirechte am Bütgenbacher See und kümmert sich darum, dass alles korrekt abläuft. Stefan Habsch ist Verantwortlicher der Ligue und führt regelmäßig Kontrollen durch. Er kennt den Bütgenbacher See ganz genau. „Die schöne Natur, die wir hier haben. Die verschiedenen Fischarten, weil so ziemlich alle heimischen Fischarten – auch durch Besatzmaßnahmen – sind hier gegeben“, schwärmt Stefan Habsch.

Ob Karpfen, Barsch, Zander oder Hecht – eine Reihe an Süßwasserfischen ist im Bütgenbacher See vertreten. Auch weil die Ligue regelmäßig die Bestände aufstockt. Und ähnlich divers wie die Fischbestände sind auch die Angler – egal ob aus dem In- oder Ausland. „Den typischen Angler an sich, den gibt es gar nicht. Wir haben sehr junge Leute, wir haben sehr viele ältere Leute. Also eigentlich vom Arbeiter über den Angestellten bis zum Direktor, angeln tut eigentlich die breite Masse.“

„Es gibt viele Jüngere, denen geht es wirklich um den Sport. Sie wollen den Fisch fangen und auch wieder zurücksetzen. Andere essen auch gerne mal einen Fisch, der dann auch verwertet wird.“ Befeuert wurde der Sport durch die Corona-Einschränkungen. Zu Beginn der Pandemie war Angeln eine der ersten Sportarten, die wieder erlaubt waren.

Doch auch der Sport an sich entwickelt sich weiter. „Die Technik hat auch Einzug gefunden – sei es mit elektronischem Bissanzeiger, sei es mit modernen Booten oder Echoloten. Die Technik hat einen guten Schritt nach vorne gemacht die letzten Jahre.“

Doch selbst wer über solche Ausrüstung verfügen sollte, darf nicht einfach drauflos angeln. „Man braucht zuerst mal die Erlaubnis zum Fischen, das heißt den Schein von der Wallonischen Region – also dass man überhaupt dort angeln darf. Der Schein ist im Internet erhältlich. Und dann, wie hier an Privatgewässern, braucht man auch den Schein von den Fischereirechtbesitzern.“ Sind die nötigen Genehmigungen einmal in der Tasche, steht dem Angelspaß – ob in Bütgenbach oder anderorts – nichts mehr im Wege.

Andreas Lejeune