Wie Altenheime ihre Bewohner vor Hitze schützen

In den nächsten Tagen wird es sehr warm: Temperaturen um 35 Grad werden Anfang kommender Woche erwartet. Diese Hitze kann schnell gefährlich werden - vor allem für ältere Menschen. Das wissen auch die Verantwortlichen der Altenheime aus der Region.

Katharinenstift in Astenet (Bild: Dogan Malicki/BRF)

Katharinenstift in Astenet (Bild: Dogan Malicki/BRF)

Anhaltende Hitze und Trockenheit sind Phänomene, die nicht nur ältere Menschen belasten. Jeder sollte darauf achten, an heißen Tagen genügend zu trinken und sich nicht der direkten Sonne auszusetzen.

Diese Tage können jedoch besonders für ältere Menschen kritisch werden, sofern sie sich falsch verhalten. Eine wichtige Verhaltensregel ist, viel zu trinken. Wird das vernachlässigt, kann es zu bösen Folgen kommen, wie zum Beispiel Kreislaufproblemen oder Schwäche. Das bestätigt auch Patrick Laschet, Direktor des Marienheims Raeren.

Auch wenn der Weg zur Toilette im Alter vermutlich anstrengender wird, sollten ältere Personen unbedingt genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das Durstempfinden lässt im Alter nach und eingenommene Medikamente können zusätzlich zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führen.

Sowohl im Marienheim in Raeren als auch im Katharinenstift in Astenet wird gut darauf geachtet, dass die Bewohner genügend trinken. Im Idealfall sollten es zwei Liter am Tag sein. Zählt man neben den Gläsern Wasser auch den Kaffee, Tee oder die Mittagssuppe hinzu, sind zwei Liter am Tag gut machbar.

Dennoch gibt es auch Personen, auf die ein besonderes Auge geworfen werden muss, erklärt Sanny Taeter, Krankenpflegerin im Katharinenstift Astenet: „Wir achten darauf, ob die Person getrunken hat oder nicht. Bei Leuten, die schnell dehydriert sind, machen wir auch ein Trinkprotokoll.“

Neben der Flüssigkeitszufuhr wird in beiden Altenheimen auch darauf geachtet, dass die Räumlichkeiten früh morgens gelüftet werden. Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster scheinen, werden die Vorhänge zugezogen. So bleiben die Zimmer so kühl wie möglich.

Christophe Lonneux arbeitet seit 22 Jahren im Katharinenstift als Ergotherapeut (Bild: Dogan Malicki/BRF)

Christophe Lonneux arbeitet seit 22 Jahren im Katharinenstift als Ergotherapeut (Bild: Dogan Malicki/BRF)

In Astenet gibt es auch eine Ausweichmöglichkeit, sofern es dem einen oder anderen im eigenen Zimmer zu warm werden sollte, erklärt Christophe Lonneux, der seit 22 Jahren als Ergotherapeut im Katharinenstift tätig ist: „In der Cafétaria haben wir eine Klimaanlage.“ Anders als in Astenet wird im Marienheim Raeren die Klimaanlage nur in dringenden Fällen eingeschaltet, erzählt Patrick Laschet, da es sonst zu schnell zu Erkältungen kommen könne.

Nochmal zurück zum Katharinenstift in Astenet. Auf der ersten Etage wohnt Anita Sühring. „Ich wasche abends und morgens meine Füße im kalten Wasser“, so ihr Tipp.

Dogan Malicki