Internationales Mandat von Top-Magistrat Serge Brammertz verlängert

Der Eupener Top-Magistrat Serge Brammertz bleibt weitere zwei Jahre Ankläger des Internationalen Residualmechanismus für Strafgerichtshöfe. Das meldet das GrenzEcho.

Der Eupener Jurist Serge Brammertz (Bild von 2013)

Archivbild: Benoît Doppagne/Belga

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen stimmte einer Verlängerung des Mandates bis zum 30. Juni 2024 zu.

Der heute 60 Jahre alte Brammertz war von 2008 bis zu dessen Schließung Ende 2017 als Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien tätig.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte ihn im Januar 2006 zum Kommissar der Internationalen Unabhängigen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für die Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri ernannt.

Zuvor war er im September 2003 zum ersten stellvertretenden Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs gewählt worden. In dieser Funktion war er mit dem Aufbau der Ermittlungsabteilung der Anklagebehörde betraut und leitete die ersten Ermittlungen in Uganda, der Demokratischen Republik Kongo und Darfur.

Vor seinen internationalen Ernennungen war Brammertz als Rechtsanwalt tätig, später Staatsanwalt am Gericht Erster Instanz in Eupen: von 1989 bis 1997 war er zunächst Staatsanwalt, dann Erster Staatsanwalt.

1997 erfolgte seine Berufung zum Nationalmagistraten (Bundesanwalt) nach Brüssel und im Juni 1999 seine Ernennung zum Generalstaatsanwalt am Lütticher Appellationshof. Doch blieb er weiter in Brüssel tätig und wurde 2002 der erste Leiter der belgischen föderalen Staatsanwaltschaft.

Der Ostbelgier hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität Neu-Löwen, einen Abschluss in Kriminologie der Universität Lüttich und einen Doktortitel in internationalem Recht der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

ge/sp