Erfolgsgeschichte: Gemeinde Amel verkauft in Born weitere 18 Baustellen

Junge Bauwillige anziehen, damit sie in der Gemeinde bleiben oder sich dort niederlassen: Das ist zusammengefasst das Ziel gerade ländlicher Gemeinden. In Amel wird dieses Ziel seit langem intensiv verfolgt – mit Erfolg. Nun steht der Verkauf von weiteren 18 Baustellen in Born an.

"Auf Öbels" in Born (Bild: Stephan Pesch/BRF)

"Auf Öbels" in Born (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Geradezu einladend, wie es daliegt, das sogenannte Verstädterungsprojekt „Auf Öbels“ in Born. Der Besitzer des großen Geländes etwas abseits und doch mitten im Dorf – mit Blick auf den bekannten Eisenbahnviadukt und nicht weit von der Autobahn – hatte es der Gemeinde seinerzeit günstig angeboten, damit sie hier Bauland für junge Familien erschließt. Was nun geschehen ist, wie Amels Schöffe Stephan Wiesemes erklärt.

„Wir haben unten angefangen von der Regionalstraße die Dellenstraße hinauf, ein Teil der Junckerstraße ebenfalls, Kanal erneuert, Wasserleitung erneuert, die komplette Fahrbahn erneuert und dann diese Stichstraße geschaffen mit neuen Wasserleitungen, Internet, Beleuchtung und Niederspannungsstromnetz.“

"Auf Öbels" in Born (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Bild: Stephan Pesch/BRF

Gesamtkosten einschließlich des Geländeankaufs: 951.500 Euro. Eingeplant und zum Teil umgesetzt sind Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und zum geregelten Ablauf des Oberflächenwassers, Gehwege und Ruhezonen. Das wird wiederum auf den Kaufpreis umgerechnet.

„Wir haben einen Gemeinderatsbeschluss, wonach wir Giebelgemeinschaften zehn Euro billiger anbieten als Einzelhausparzellen“, erklärt Wiesemes, „also hier sind es 46 Euro pro Quadratmeter für Giebelgemeinschaften und für Einzelbaustellen 56 Euro pro Quadratmeter“.

Das liegt auch daran, dass die in einer solchen Parzellierung von der Raumordnung vorgeschriebenen Giebelgemeinschaften oder Dreifassadenhäuser gerade in der Eifel „schmackhaft“ gemacht werden müssen: „Wir merken schon, dass Giebelgemeinschaften nicht so der Verkaufsrenner sind. Deshalb haben wir zweimal die Bedingungen abgeändert. Man kann jetzt eine Doppelparzelle kaufen, in einer Hälfte wohnen, die andere vermieten oder dort zum Beispiel eine Praxis einrichten. Möglich sein sollen auch Mehrgenerationenhäuser, also: die Enkel wohnen in einer Hälfte und vermieten die andere Hälfte an Opa und Oma – hier ist vieles denkbar.“

Wer jetzt an dieser Stelle seinen Traum vom eigenen Haus verwirklichen will, muss sich aber noch ein paar Tage gedulden. Der Fairness halber hat sich die Gemeinde Amel erstmals auf einen Stichtag für die Bewerbungen festgelegt – und zwar den 1. Juli. „Ab Montag kann jeder auf der Interseite amel.be die Verkaufsbedingungen, Pläne und die Erschließungsgenehmigung einsehen und dort gibt es ein Antragsformular. Da steht dann auch genau drauf, was man einreichen muss und dann kann man ab dem 1. Juli per Einschreiben eine Bewerbung für eine Parzelle einreichen.“

Und wenn’s da nicht passen sollte: Die Gemeinde Amel hat für die kommenden zwei Jahre noch zwei Dutzend weitere Baustellen in anderen Ortschaften im Angebot.

"Auf Öbels" in Born (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Bild: Stephan Pesch/BRF

Stephan Pesch