Raeren: Konzessionär will Sporthalle Bergscheid nicht verlassen

Obschon ihm bereits letztes Jahr gekündigt wurde, will der Konzessionär der Sporthalle Bergscheid das Lokal nicht räumen. Das war eines der Themen der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend in Raeren. Außerdem hat der Rat ein Steuerschlupfloch für Eigentümer von leerstehenden Gebäuden geschlossen.

Sporthalle Bergscheid (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Bild: Olivier Krickel/BRF

Der Konzessionär der Kneipe in der Sporthalle Bergscheid betreibt das Lokal weiter, obschon ihm bereits letztes Jahr gekündigt wurde. Die Opposition „Mit uns“ im Gemeinderat beklagt, dass sich der Konzessionär damit über die Entscheidungen des Gemeinderats hinwegsetze und einem möglichen Nachfolger im Wege stehe. Die Bürger hätten ein Recht auf eine seriös geführte Wirtschaft in der Sporthalle, so Christoph Heeren von „Mit uns“. Bürgermeister Franssen erklärte, dass in dieser Angelegenheit ein Gerichtsverfahren laufe und er daher keine weiteren Details nennen könne. Franssen gab sich zuversichtlich, dass die Angelegenheit bald im Sinne der Gemeinde geklärt sein könnte.

Steuerschlupfloch geschlossen

Die Gemeinde Raeren will verhindern, dass Eigentümer von leerstehenden Gebäuden Steuervermeidung betreiben. Oft ist es so, dass Eigentümer von ungenutzten Gebäuden diese als Zweitwohnsitz angeben. Das ist finanziell günstiger, als die Strafsteuer auf leerstehende Wohnungen zu zahlen. Die liegt außerdem umso höher, je länger das Objekt nicht genutzt wird. Um dieses Schlupfloch rechtssicher zu schließen, hat der Gemeinderat die Regeln zum Zweitwohnsitz verschärft. So können Gebäude, die die Gemeinde schon als leerstehend betrachtet, nicht mehr zum Zweitwohnsitz erklärt werden. Das gleiche gilt für Gebäude, die nicht die Mindestbedingungen in Sachen Bewohnbarkeit erfüllen. Die Steuern auf Zweitwohnsitze bringen der Gemeinde jährliche Einnahmen von rund 110.000 Euro. Bei den leerstehenden Gebäuden sind es bis zu 50.000 Euro.

Neues Flutlicht

Der Fußballplatz des RFC Raeren-Eynatten an der Lichtenbuscher Straße erhält eine neue Flutlichtanlage. Für die beiden Plätze werden rund 36.000 Euro veranschlagt, wobei die Gemeinde etwa 7.000 Euro bezuschusst. Die alte Anlage funktioniert nicht mehr korrekt und Ersatzteile sind nicht mehr lieferbar. Das beleuchtete Fußballfeld dient auch als Landeplatz für den Rettungshubschrauber bei Nacht.

Olivier Krickel