Bütgenbach: Finanzielle Ungewissheit wegen steigender Energiepreise

Im Gemeinderat von Bütgenbach standen am Mittwochabend die Finanzen im Fokus. Neben einigen Vereinszuschüssen, die gewährt wurden, diskutierten die Gemeinderatsmitglieder auch über die finanzielle Lage der Gemeinde. Dabei verunsichert der Blick in die Zukunft.

Gemeindehaus von Bütgenbach

Das Gemeindehaus in Bütgenbach (Bild: Julien Claessen/BRF)

Eigentlich gaben die Zahlen, die Bürgermeister Daniel Franzen präsentierte, Anlass zu Optimismus. Der ordentliche Haushalt des vergangenen Jahres schloss mit einem höheren Ergebnis als erwartet ab. Und auch der Gemeindeanteil der Schuld sinkt weiter und betrug zum Ende des vergangenen Jahres noch knapp 11,9 Millionen Euro. Auch die Haushaltsanpassung des diesjährigen ordentlichen Haushalts schloss mit einem besseren Ergebnis ab als zu Beginn kalkuliert.

Doch auch die steigenden Energiepreise gehen nicht spurlos an der Gemeinde vorbei und waren bereits in den Anpassungen zu finden. Ob durch die aktuellen Preisentwicklungen auch geplante Projekte betroffen seien, wollte Elmar Heindrichs wissen. Auch wenn die Unternehmen bereits Preiserhöhungen angekündigt hätten, ließe sich das noch nicht genau sagen, so Daniel Franzen. Vor allem im Straßenbau werden die Kosten sehr hoch sein. Die Haushaltsanpassungen wurden mit den Stimmen der Mehrheit angenommen.

Kein Neujahrsempfang, dafür Gutscheine

Die Mitarbeiter der Gemeinde Bütgenbach erhalten in diesem Jahr eine Prämie. Grund sind die ausgefallenen Neujahrsempfänge der letzten beiden Jahre. Als Anerkennung sei es angebracht, eine Prämie in Form eines Gutscheines auszuzahlen, befand Bürgermeister Daniel Franzen.

Eigentlich sollte jeder Mitarbeiter einen Gutschein in Höhe von 25 Euro erhalten. Oppositionspolitiker Jean-Luc Velz regte an, den Betrag auf 50 Euro zu erhöhen. Dem Vorschlag folgte der gesamte Gemeinderat. Die Gutscheine können in den Geschäften der Gemeinde eingelöst werden.

Gemeinderat gewährt einer Reihe von Vereinen Zuschüsse

Der Gemeinderat hat einer Reihe von Gemeinden Zuschüsse gewährt. Auch als Anerkennung für die Vereinsarbeit und das Engagement, wie Bürgermeister Daniel Franzen erklärte. Auch Schöffin Martha Limburg erklärte, dass sich die Vereine tapfer geschlagen hätten.

Größere Schwankungen bei den Mitgliederzahlen habe es nicht gegeben. Unter den Nutznießern sind unter anderem Sportvereine, kulturelle Vereine, Verkehrsvereine und die öffentlichen Bibliotheken.

Andreas Lejeune