Erstes „Transition-Training“ im Dorfhaus Eynatten

Im Juni holt die Arbeitsgruppe "Dorf leben" das erste Transition-Training nach Ostbelgien. "Transition" heißt Wandel oder Übergang - in eine nachhaltige Gesellschaft. Die Transition-Bewegung entstand 2006 und verbindet inzwischen über 1.500 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen weltweit.

Patchwork vergräbt Zeitkapsel (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Gemeinschaftsgärten sind laut Transition-Training ein Beispiel, um Veränderung herbeizuführen (Archivbild: Chantal Scheuren/BRF)

Das „Transition-Training“ findet am Wochenende vom 25. und 26. Juni im Dorfhaus in Eynatten statt. „Wir haben zwei Coaches, die zwei Tage lang die Teilnehmer schulen und sich mit verschiedensten Punkten befassen. Die eine ist eine professionelle Transition-Trainerin und eine andere ist auch lange in der Regionalentwicklung unterwegs gewesen, kennt sich auf dem ländlichen Raum sehr gut aus“, sagt Christian Recker von den Ländlichen Gilden.

„Unter dem Motto ‚Einfach jetzt machen‘ – das ist der Titel von einem Buch von Rob Hopkins – geht es dann thematisch einfach um Projektarbeit, um Veränderung herbeizuführen. Die Idee der Transformation auf allen Ebenen: Wir zeigen gute Beispiele und wollen eigentlich die Teilnehmer befähigen, den Wandel in ihrem Umfeld selbst zu gestalten“, erklärt Christian Recker.

„Es werden Beispiele gezeigt, sodass die Leute fit werden, das in ihrem eigenen Umfeld auch umzusetzen. Beispiele wären Gemeinschaftsgärten, Repair-Cafés oder Lastenrad-Projekte. Das sind so Mini-Projekte, es geht aber auch um größere Projekte. Das könnten Wohnprojekte sein, Energiegenossenschaften, solidarische Landwirtschaft oder bürgerschaftlich getragene Unternehmen“, erklärt Sabine Mennicken von der WFG.

„Das Training könnte Menschen interessieren, die sich bereits heute entweder ehrenamtlich oder beruflich engagieren, Bürgerinitiativen, Dorfgruppen, aber auch Vereine und Gemeindekommissionen. Da könnte man zum Beispiel die örtliche Kommission für ländliche Entwicklung nennen. Da ist gerade auch unser Hauptaugenmerk, weil in sehr vielen Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft zurzeit die kommunalen Programme der ländlichen Entwicklung neu erstellt werden und auch die Leader-Programme neu geschrieben werden.“

„Genau da erhoffen wir uns dann, dass Leute bei diesem Wochenende mitmachen, Anstöße zu nachhaltigen Projektideen bekommen und vor allen Dingen auch sehen, wie sie angepackt werden können“, erklärt Sabine Mennicken.

Weitere Informationen sowie den Anmeldelink gibt es unter dorfentwicklung.be/netzwerk-ostbelgien. Für Menschen unter 21 ist das Training kostenlos.

mitt/lo/sr