Anbau für Sporthalle Bergscheid für bis zu 305.900 Euro

Die Kosten für einen geplanten Anbau an der Sporthalle Bergscheid sind der Opposition im Raerener Gemeinderat zu hoch. Dafür scheinen ihr Investitionen der neuen Ratsmehrheit im vergangenen Jahr zu niedrig.

Sporthalle Bergscheid (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Bild: Olivier Krickel/BRF

Die Sporthalle Bergscheid in Raeren erhält einen Anbau, um Sportgeräte abzustellen. Derzeit lagert viel Material am Rand der Sportfläche in der Halle. Jetzt sollen 140 Quadratmeter zusätzlicher Stellplatz entstehen. Dafür sieht der Gemeinderat bis zu 305.900 Euro vor. Die Mit-uns-Opposition befürwortet den Lageranbau, findet den Preis aber zu hoch. Bürgermeister Franssen erinnert daran, dass es sich bisher um ein Vorprojekt handelt, bei dem die tatsächlichen Endkosten noch nicht feststehen. Die veranschlagten 305.900 Euro seien als Maximalpreis zu verstehen.

Rechnungslegung

Für Diskussion im Gemeinderat sorgte die Rechnungslegung des vergangenen Jahres. Eigentlich spiegeln die Zahlen nur Bekanntes. Raeren steht finanziell weiter sehr gut da und hat viel Geld auf der hohen Kante. Die Mit-uns-Opposition kritisiert, dass die neue Mehrheit (CSL-Ecolo) in manchen Bereichen zu wenig ausgegeben habe, etwa beim Straßenbau, der Digitalisierung oder der Sportinfrastruktur.

Mit uns geht sogar davon aus, dass 80 Prozent der Ausgaben 2021 noch auf Projekte der alten Ratsmehrheit fallen. Außerdem verliere die neue CSL-Ecolo-Mehrheit viel Zeit damit, Projekte neu zu planen. Angesichts der stark steigenden Baukosten gehe dadurch nicht nur Zeit, sondern auch Geld verloren.

Bürgermeister Franssen sieht das anders. Seiner Einschätzung nach ist es normal, dass im vergangenen Jahr das realisiert worden ist, was Monate zuvor unter der alten Mehrheit geplant worden war. Und zum Straßenbau legte Bauschöffe Pitz nach, dass man neben der Hauptstraße nicht noch weitere Verkehrsachsen aufreißen wollte, um ein Verkehrschaos zu verhindern.

Halbfeste Kameras

Die Gemeinde Raeren setzt in Kürze halbfeste Kamerasysteme ein, um Vandalismus aufzuklären und vorzubeugen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Dazu will die Gemeinde ein eigenes System ankaufen. In einem ersten Schritt soll mit einer geliehenen Kamera die Umgebung der Mehrzweckhalle Hauset überwacht werden. Hier ist es in letzter Zeit zu mehreren Vandalsimus-Delikten gekommen.

Olivier Krickel