„Mission impossible“: CNE fordert Unterstützung für Mitarbeiter der häuslichen Hilfe

Die steigenden Kraftstoffpreise machen auch dem Sektor der häuslichen Hilfe zu schaffen. Aus Sicht der Sozialpartner ist die Situation nicht mehr hinnehmbar. Vor diesem Hintergrund forderte die CNE-Gewerkschaft auch von der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft schnelle Lösungen. Sie überbrachte Minister Antoniadis einen Kanister zum Füllen.

Bild: Chantal Delhez/BRF

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„Mission impossible“ war auf den Kanistern zu lesen, die Arbeiterinnen der häuslichen Hilfe bzw. der Familienhilfe am Mittwoch Gemeinschaftsminister Antoniadis überreichten. Mit der symbolischen Bitte, diese Kanister füllen zu wollen. Laut CNE stehen viele vor dem Dilemma, ihren Kühlschrank zu füllen oder isolierte Empfänger zu besuchen. Die Mitarbeiter der häuslichen Hilfe leisteten täglich Hilfe, soziale Begleitung und Unterstützung, doch viele seien nicht mehr in der Lage, die Energierechnungen zu bezahlen.

Deshalb fordert die Gewerkschaft die Politik dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit die Arbeitnehmer ihre Kernaufgaben weiterführen können. „Wir haben die Forderung, dass akut etwas gemacht wird bei der Rückerstattung der Dienstfahrten von den Kollegen der Familienhilfe und der häuslichen Hilfe“, erklärt Vera Hilt, Gewerkschaftssekretärin der CNE. „Die Kosten sind so explodiert, dass es Kollegen gibt, die sagen ‚Wir können uns das nicht mehr leisten‘. Es wäre beängstigend, wenn Kollegen darüber nachdenken würden, ob sie eine Woche zu Hause blieben, um ihren Kühlschrank zu füllen.“

Man müsse den Höchstbetrag für Dienstreisekosten sofort erhöhen und nicht Mitte des Jahres abwarten, ehe dies erfolge. Auch eine Reform des Berechnungssystems sei wichtig, bei der die Treibstoffpreise berücksichtigt würden. Auch müssten Lösungen gefunden werden, damit die Kollegen nicht in Vorkasse gehen müssten.

Minister Antoniadis hörte sich die Forderungen an, betonte jedoch dass die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht direkt reagieren könne. Wohl sei er bereit, sich beim Föderalstaat einzusetzen, um diese Forderungen zu bestärken.

Bild: Chantal Delhez/BRF

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Tobias Graeven, der Direktor der Familienhilfe, erklärte, es sei dringend nach Lösungen zu suchen. „Wir als Arbeitgeber werden auch mit dieser Problematik konfrontiert“, so Graeven. „Wir bekommen diese Forderungen gestellt, aber uns sind auch irgendwie die Hände gebunden, genau wie der Minister auch nicht reagieren kann. Wir würden gerne mit am Tisch sitzen, um zu sehen, wie man die Problematik lösen kann.“

Alle politischen Ebenen seien gefordert, so die CNE. Denn ohne Lösungen könnten die Arbeitnehmer irgendwann nicht mehr ihre Kernaufgaben weiterführen.

Chantal Delhez