Dorfhaus Grüfflingen wird erweitert zum Seniorendorfhaus

Das Dorfhaus in Grüfflingen soll zum Seniorendorfhaus ausgebaut werden. Das hat der Gemeinderat von Burg-Reuland schon vor einigen Monaten festgehalten. Nun soll das definitive Projekt ausgearbeitet werden.

Das Dorfhaus in Grüfflingen Wird zum Seniorendorfhaus erweitert (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Das Dorfhaus in Grüfflingen wird zum Seniorendorfhaus erweitert (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Um das Dorfhaus in der früheren Schule von Grüfflingen an mehreren Wochentagen als Seniorendorfhaus nutzen zu können, sind ein paar Anpassungen erforderlich: So sollen im bestehenden Anbau, der zurzeit als Remise genutzt wird, ein Ruheraum und eine Nasszelle eingerichtet werden.

Das Projekt wurde zwecks Bezuschussung zeitig beim Infrastrukturdienst der Deutschsprachigen Gemeinschaft eingereicht. Über die VoG „Liège Europa Métropole“ gibt es zusätzlich 40.000 Euro. Für die Gemeinde Burg-Reuland blieben demnach noch Kosten von 32.290 Euro.

Schöffin Sonja Houscheid unterstrich, dass ein Seniorendorfhaus auch die Angehörigen entlasten könne. Bei diesem Vorhaben arbeitet die Gemeinde Burg-Reuland mit der Interkommunalen Vivias und der Familienhilfe VoG zusammen.

Wasser als kostbares Gut

Die Wasserentnahmestelle PZ1 in Braunlauf hat sich als besonders ergiebig herausgestellt. Nun soll die Bohrung ans Wasserversorgungsnetz angeschlossen werden und wird entsprechend ausgerüstet. Dafür sind ca. 89.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) veranschlagt.

Die Gemeinde übernimmt einen Teil der Arbeiten in Eigenregie, die technische Ausrüstung plant ein spezialisiertes Studienbüro.

Die Gemeinderatsmitglieder waren sich einig, dass Wasser ein kostbares Gut sei und die Gemeinden die Förderung und Verteilung des Trinkwassers in den eigenen Händen behalten sollten.

Bürgermeisterin Marion Dhur kündigte an, dass die Juniorenkammer JCI St. Vith Eifel-Ardennen das Wasser zum Projektthema gemacht habe. Am 18. Juni werden darum in Braunlauf Führungen organisiert.

Tourismus-App und Ferienbetreuung

Unter einer Reihe von Zuschüssen der Gemeinde ragten die 50.000 Euro an den Dachverband für Tourismus heraus. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Finanzplanung mit dem Gemeindekollegium konnte dieser Zuschuss in den vergangenen Jahren sukzessive, aber deutlich gesenkt werden. Nun sei wohl eine Schwelle erreicht, meinte Schöffin Erika Theis, zumal der Zuschuss vor allem Personalkosten decke.

Sie stellte den anderen Ratsmitgliedern auch die App „Totemus“ vor, die eine Mischung zwischen Fährtenspiel und Geocaching ist und in Burg-Reuland als erster deutschsprachiger Gemeinde angeboten werde – in der Wallonie gebe es schon einige Dutzend solcher Angebote. Erika Theis und Nadja Kaut haben die App auch schon selbst ausprobiert und fanden nur lobenswerte Worte. Je nach Ortslage habe nur das Netz mitunter zu wünschen übrig gelassen.

Sonja Houscheid wies darauf hin, dass für die Ferienbetreuung während zwei Wochen im Juli noch Plätze frei sind. Sie stehen auch Kindern aus den Nachbargemeinden offen. Die Anmeldefrist läuft bis zum 16. Mai.

Pflanzen für mehr Zuschuss

In Espeler lässt die Gemeinde zwei landwirtschaftliche Wege instand setzen (am Ortsausgang Richtung Luxemburg und „Zur Alm“). Die Wallonische Region gewährt dafür unter bestimmten Bedingungen einen Zuschuss von 60 Prozent. In Frage kommen nur Wege, die in einer landwirtschaftlichen Zone liegen und die schon mal geteert waren.

Wenn entlang dieser Wege noch sogenannte Kompensationspflanzungen erfolgen, sind sogar 80 Prozent Zuschuss drin. Die Gemeinde Burg-Reuland will dieses interessante Fördermodell darum zumindest ausprobieren.

Ärgernisse wilder Müll und Raserei

Ein wiederkehrendes Ärgernis bleiben in der Gemeinde Burg-Reuland die wilde Müllentsorgung und die Raserei: Beim Müll sei die Gemeinde den Übeltätern auf der Spur, sagte Bürgermeisterin Marion Dhur. Und für mehr Verkehrssicherheit soll vor der Schule in Braunlauf ein Eselsrücken angelegt werden. Anders gehe es offenbar nicht.

Stephan Pesch