St. Vith: Abwasserklärung der Haushalte in der Gemeinde

Die bestehenden Prämien zur Abwasserklärung erreichen nur einen Teil der Privathaushalte - mit negativen Folgen für die Umwelt. Die Liste Solheid hat dem Gemeinderat St. Vith einen Vorschlag unterbreitet, wie man dies in Zukunft vermeiden kann.

Gemeinderat St. Vith tagt im Triangel (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Gemeinderat St. Vith tagt im Triangel (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Zahlreiche Haushalte verzichten auf Prämien zur Klärung ihrer Abwässer, weil der Verwaltungsaufwand zu hoch erscheint. Das hat Folgen für die Umwelt: Denn nur wenn die Klärung optimal funktioniert, bleiben die Gewässer im ökologischen Gleichgewicht.

Zugang zu Prämien erleichtern

Die Liste Solheid möchte, dass die Bürger einen leichteren Zugang zu Prämien erhalten. Die Gemeinde soll hierzu einen Wartungsvertrag für anerkannte individuelle Kläranlagen abschließen, so Gemeinderatsmitglied Herbert Hannen. Er schlägt vor, dass die Bürger sich diesem Wartungsvertrag auf freiwilliger Basis anschließen können.

Herbert Hannen ist überzeugt, dass der Unterhalt für den einzelnen Haushalt – aufgrund der Menge der Verträge – günstiger würde. So könnten die Bürger Verwaltungsschritte sparen und es würden mehr Haushalte ordnungsgemäß klären. Zudem könnte man den Wartungsauftrag an ein lokales Unternehmen vergeben.

Schöffe René Hoffmann findet es lobenswert, dass man sich Gedanken macht, wie man den Bürgern unter die Arme greifen kann. Doch zuerst müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen geprüft werden. Die Gemeinde hat schon beim zuständigen Wallonischen Städte- und Gemeindeverband nachgefragt. Sobald die schriftliche Antwort eintrifft, wird der Vorschlag der Liste Solheid im zuständigen Ausschuss der Gemeinde St. Vith besprochen, so René Hoffmann.

Chantal Scheuren