Kelmis: Falschparker muss 1.130 Euro zahlen

In Kelmis wird ein Falschparker zur Kasse gebeten und muss sage und schreibe 1.130 Euro zahlen. Das hat am Montag das Gericht entschieden.

Knöllchen

Illustrationsbild: BRF

Weil der Automat kaputt war, hatte der Autofahrer seinen Wagen ohne gültigen Parkschein auf einem Parkplatz in Kelmis abgestellt und keine Parkscheibe genutzt, wie es das Regelwerk in solchen Fällen vorsieht.

Eine Ordnungshüterin klärte ihn später über die Konsequenzen auf: Fällig sei ein Tagesticket im Wert von 15 Euro. Dass er den Betrag nicht zahlen wollte, machte der Mann der Beamtin zunächst vor Ort klar – und anschließend in einer E-Mail, in der er die Frau massiv beleidigte.

Weil er die Tagespauschale nicht zahlen wollte, verhängte das Gericht nun eine Strafe von 400 Euro gegen den Falschparker. Der Ordnungshüterin sei darüber hinaus ein „moralischer Schaden“ entstanden, den das Gericht auf 200 Euro bezifferte – plus Zinsen, denn der Vorfall hat sich bereits im Oktober 2018 abgespielt.

Obendrauf kamen für den Mann Gerichtskosten sowie die Verfahrenskosten der Beamtin. Insgesamt ergibt das dann die fälligen 1.130 Euro.

az/ge/lo