Tatort Euregio: Bluttaten in Ostbelgien und darüber hinaus

Morde und Kriminalität in Ostbelgien und darüber hinaus - darum geht es am 18. November bei einer Veranstaltung im Eupener Kolpinghaus. Organisiert wird der Abend vom Eupener Geschichts- und Museumsverein, dem Zentrum für Ostbelgische Geschichte und dem Stadtmuseum Eupen.

Krimi (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / photosoupy)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / photosoupy

Wer hat wann und warum in der Provinz Lüttich und in Ostbelgien gemordet? Welche langfristigen Trends können Historiker bei der Entwicklung der Kriminalität feststellen? Was sind die Faktoren, die Menschen zu Mördern werden lassen? Was passiert, wenn jemand eine Leiche findet, vom Anruf bei der Polizei bis zum Abschluss der Ermittlungen? Genau diesen Fragen gehen am 18. November gemeinsam der Eupener Geschichts- und Museumsverein, das Zentrum für Ostbelgische Geschichte sowie das Stadtmuseum Eupen nach.

Zunächst berichtet Bernard Wilkin vom Lütticher Staatsarchiv über historische Entwicklungen bei Bluttaten in der Provinz Lüttich. Im Anschluss beschreibt  Michael Fritsch-Hörmann, Leiter des Kommissariats für Tötungsdelikte aus Aachen, den Ablauf einer Mordermittlung. „Er wird auch auf tatsächliche Kriminalfälle eingehen, aber aus ermittlungstaktischen Gründen natürlich nicht auf aktuelle“, erklärt Nicholas Williams, der Leiter des Zentrums für Ostbelgische Geschichte.

Und so viel verrät Williams schonmal vorab: „Wir sind in Ostbelgien im Vergleich zur Provinz Lüttich ein kleines bisschen friedlicher. Statistisch gesehen lebt man im Eupener Land und in der belgischen Eifel innerhalb der Provinz Lüttich eigentlich mit am sichersten.“

Historisch betrachtet sei es generell immer zivilisierter geworden, sagt Williams. Die Aufklärungsrate bei Bluttaten sei heutzutage sehr viel höher als früher. „Das liegt natürlich auch an den veränderten Ermittlungsmöglichkeiten. Die Möglichkeit der Fingerabdrücke hat natürlich viel bewirkt und auch die Möglichkeit des DNA-Vergleichs“, erklärt er.

„Ein Mörder muss heutzutage damit rechnen, geschnappt zu werden. Auch wenn es natürlich eine Dunkelziffer gibt.“ Aber die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Bluttat zu werden, sei heute sehr viel geringer, so Williams.

Weitere spannende Details zum Thema „Tatort Euregio“ gibt es am 18. November ab 19:30 Uhr im großen Saal des Eupener Kolpinghauses. Der Eintritt an der Abendkasse kostet fünf Euro. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Zutritt nur mit Covid-Safe-Ticket.

lo/mg