Wohlbefinden in Wohngebäuden: Info-Abend im Triangel in St. Vith

Das eigene Zuhause ist spätestens seit Corona in den Lebensmittelpunkt der Menschen gerückt. Vielleicht haben manche dabei festgestellt, dass es hier und da Verbesserungsbedarf gibt. Das "Wohlbefinden in Wohngebäuden" ist Thema eines Info-Abends im Triangel in St. Vith.

Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga

„Das Stichwort ist gesund wohnen oder sich wohlfühlen. Dabei geht es im Wesentlichen um zwei Faktoren: einmal die Temperatur um uns herum und die Luftfeuchtigkeit. Bei der Temperatur müssen wir unterscheiden zwischen der Raumtemperatur, also die Luft um uns herum, und die Temperatur der Wände und der Materialien, also der Möbel. Diese beiden Faktoren haben wesentlichen Einfluss darauf, wie wohl wir uns fühlen oder auch, wie gesund wir leben können. Bei dem Vortrag am Donnerstag geht es darum, wie man diese Faktoren beeinflussen kann oder welche Materialien und welche Umstände das überhaupt beeinflussen. Die Materialien um uns herum – Fußböden, Decken, Wände, Möbel – haben natürlich großen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit und auch auf die Temperatur. Und das Lüften hat natürlich auch großen Einfluss darauf“, erklärt Michael Stephan von der Firma Altbauplus und Experte auf dem Gebiet „gesundes Wohnen“.

Was machen viele falsch? „Das Lüften ist in der Tat ein Faktor, den viele falsch machen. Das liegt an der Entwicklung unserer Gebäude. Unsere Großeltern haben undichte Gebäude gehabt, die von alleine gelüftet wurden, weil der Kamin das größte Loch war. Da ist schon viel Luft rausgelüftet worden. Heute müssen wir nach den Bauvorschriften luftdicht bauen. Das heißt, wir müssen aktiv irgendwas machen, um Luftwechsel zu erzeugen. Unsere Lebensumstände haben sich aber in der Regel so geändert, dass wir morgens aufstehen, duschen und dann gibt es das Frühstück beim Bäcker unterwegs, Kaffee to go, Brötchen auf die Faust. Die Leute haben gar nicht mehr so viel Zeit zum Lüften und damit muss man umgehen oder darauf muss man achten“, so Michael Stephan.

Schimmel

Weitere Aspekte, die angesprochen werden, sind zum Beispiel Lüftungsanlagen oder Schimmelpilze: „Schimmel taucht immer dann auf, wenn ich nicht genügend lüfte, wenn die Temperatur an den Wänden unter 13 oder zwölf Grad sinkt und wenn die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent steigt. Wir erklären, wie man das vermeiden kann beziehungsweise wenn man den Schimmel schon hat, was man machen kann, um ihn wieder loszuwerden. Dem Schimmel kann man auch wieder Herr werden, den kann man auch wieder loswerden. Das ist gar nicht so kompliziert. Wesentlichen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen haben aber auch unsere Materialien. Womit bekleiden wir unsere Wände? Heutzutage werden gerne Tapeten genommen, die wir als Folien bezeichnen. Das heißt, die können kein Wasser aufnehmen und wieder abgeben. Die können nicht atmen, sagt der Volksmund“, sagt Michael Stephan weiter.

Organisator des Info-Abends ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft: „Am Donnerstag findet die Veranstaltung im Triangel in St. Vith um 19:30 Uhr statt. Die Veranstaltung ist ohne Anmeldung, das heißt, es gibt auch spontan Entschlossene, die wir gerne noch aufnehmen. Wir müssen jedoch seit den neuen Regelungen der letzten Woche mit 3G und Ticket arbeiten. Das heißt, wir würden alle bitten, die dazu kommen und uns oder Herrn Stephan zuhören möchten, einfach den Nachweis dann mitzubringen. Wer vorher noch Informationen haben möchte, kann sich einfach auch telefonisch oder per E-Mail an die WFG wenden unter 087/56.82.01 oder unter info@wfg.be. Wir freuen uns auf jeden Fall. Das ist das dritte Mal, dass wir jetzt mit Altbauplus so eine Veranstaltung machen“, erklärt Catherine Jungbluth.

js/sr