Die Distillerie Radermacher vergrößert sich

Jedes Jahr verlassen 1.200.000 Flaschen die Distillerie Radermacher. Der Raerener Betrieb funktioniert momentan auf 2.000 Quadratmetern - zu wenig. Deswegen hat die Distillerie entschieden, sich zu vergrößern. Die Baugenehmigung ist im letzten Juni eingegangen. Seitdem gehen die Arbeiten voran.

Gin aus der Raerener Distillerie Radermacher (Archivbild: BRF Fernsehen)

Archivbild: BRF Fernsehen

Die Distillerie Radermacher hat ein großes Projekt in Angriff genommen. Nach sechs Jahren der Planung setzen Bernard Zacharias und sein Team ihr Erweiterungsprojekt nun endlich in die Tat um. Weitere 1.500 Quadratmeter entstehen. Der erste Spatenstich erfolgte im vergangenen Juni: „Diese Erweiterungen dienen der Optimierung der Produktion. Wir installieren eine nagelneue Heißanlage, eine 3.000-Liter-Destille mit Gärbehälter, Abfülltank und so weiter. Die gesamte Produktion und Abfüllung wird in dieses Gebäude verlagert, ebenso wie die Montage, sodass das Hauptgebäude für Büros und Sitzungsräume frei wird.“

Obwohl sich die Fläche fast verdoppelt hat, wurde der Standort so konzipiert, dass er sich in die Umgebung einfügt und den ländlichen Charakter des Gebiets respektiert. Die Holzverkleidung, eine Metallstruktur und die großen Fenster sorgen für eine hochmoderne Brennerei, sowohl was das Design als auch was die Ausstattung betrifft: „Die gesamte heiße Anlage wird per Computer gesteuert. Im Vergleich zu dem, was derzeit auf dem Markt angeboten wird, sind wir wirklich auf der Höhe der Zeit. Finanziell hat dies erhebliche Konsequenzen, aber wir investieren langfristig und wollen unser Wachstum für die nächsten 25 bis 30 Jahre sichern“, erklärt Bernard Zacharias.

Drei Millionen Euro werden investiert, um diese groß angelegte Entwicklung zu gewährleisten, deren Schwerpunkt auch auf einer noch breiteren Öffnung für die Öffentlichkeit mit der Schaffung eines Besucherzentrums und eines Restaurants liegen wird: „Wir haben eine große Veranda von 50 Metern Länge und sechs Metern Höhe geplant, um unsere Transparenz in Bezug auf einen Beruf zu zeigen, der noch nicht ausstirbt, aber relativ selten ist. Wir öffnen also unsere Türen einerseits, um unser Know-How zu präsentieren und andererseits eine Verkostung anzubieten“, so Bernard Zacharias.

Es sind mehrere Führungen in den drei Landessprachen geplant. 1836 ist das Geburtsjahr der Distillerie Radermacher und ihres Wacholders. Fast zwei Jahrhunderte später wächst das Angebot weiter und überrascht. Die jüngste Ergänzung des Sortiments ist ein Gin auf Clementinenbasis, der laut Bernard Zacharias reich an ätherischem Öl ist: „Dieses Produkt ist sehr reich an Früchten, es ist nicht süß, sondern einfach frisch. Leider war dieser Sommer nicht der richtige Sommer, um zu erkennen, dass wir es brauchen, aber dieses Produkt ist extrem frisch im Mund. Es gibt Länge. Er enthält Früchte ohne Zucker, was für einen Gin wirklich interessant ist.“

Die neuen Einrichtungen sollen im Mai 2022 eingeweiht werden.

vedia/ch