Ouren: Abgesackte Straße wird teurer und dringender

Die Reparatur der abgesackten Straße bei Ouren wird immer dringender. Der Gemeinderat von Burg-Reuland hat nun beschlossen, die aufwendigen Arbeiten neu auszuschreiben und die Schätzkosten anzuheben.

Bei Ouren ist die Straße gefährlich abgesackt (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Bei Ouren ist die Straße gefährlich abgesackt (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Dass es nicht billig wird, war von vornherein klar: Ende September vergangenen Jahres lag der Schätzpreis noch bei 130.000 Euro. Nun beträgt er 165.000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Durch die Wasserschäden im Juli ist die Straße noch stärker gesackt, erklärte Burg-Reulands Bürgermeisterin Marion Dhur.

„Nicht mehr witzig“

Dabei hätten sich im Übrigen weitere Dellen auf anderen Straßenabschnitten nahe der Our ergeben. Auch in Auel ist die Straße ähnlich gefährlich gesackt, dort ist aber der Hang nicht so hoch.

Eine Ortsbesichtigung mit einem Vertreter der Wallonischen Region habe die gestiegene Dringlichkeit bestätigt. „Das ist nicht mehr witzig“, beschrieb Marion Dhur den Ernst der Lage. Es müsse noch in diesem Jahr etwas geschehen, so die Bürgermeisterin. Der Auftrag soll im Verhandlungsverfahren mit Bekanntmachung vergeben werden.

Da der felsige Untergrund deutlich unterhalb der Straße liegt, muss mit einem besonderen Verfahren gearbeitet werden. Das wird auch eine längere Sperrung der Straße erfordern, wodurch der Verkehr und der Schülertransport von und nach Ouren über Luxemburg umgeleitet werden müssen. Darüber werde aber erst entschieden, wenn die Arbeiten vergeben seien, so Marion Dhur.

Phase zwei für Straßenlampen

Nach Thommen und Grüfflingen im vergangenen Jahr sollen in der zweiten Phase nun die Straßenleuchten in Burg-Reuland, Lascheid und Weweler durch Energiesparlampen ersetzt werden. Insgesamt handelt es sich dabei um 106 Beleuchtungskörper.

Das Programm erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Stromverteiler Ores Assets. Auf die Gemeinde Burg-Reuland kommen in dieser Phase Kosten von 18.582 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu. Sie stottert den Betrag in Ratenzahlung über 15 Jahre ab. Die Raten entsprechen in etwa der Stromeinsparung, erklärte Finanzschöffe Serge Dollendorf. Diese Form der Finanzierung entlaste somit den Haushalt.

Zwischen kaltem und warmem Licht

Die nächste Phase zum Austausch der Straßenlampen werde voraussichtlich wieder in der Altgemeinde Thommen laufen. Aus Grüfflingen und Thommen seien ihm bisher keine Klagen zu Ohren gekommen, so Dollendorf, was er so deutet, dass die neuen Lampen nicht stören. Der Unterschied wird aber schon bemerkt, wie Monique Coumont-Wirtzfeld aus Thommen und Sonja Houscheid aus Maldingen bestätigten.

Die verwendeten Energiesparlampen böten von der Ausleuchtung einen Mittelweg zwischen sogenanntem „warmen Licht“, wie es noch vielerorts verwendet wird, und „kaltem Licht“, das mehr Kontrast herstellt und so zur Verkehrssicherheit beitragen kann. So oder so seien die Straßen mit weniger Leistung besser ausgeleuchtet.

Anders als Gemeinden wie beispielsweise Amel hat Burg-Reuland sich entschieden, die Straßenlampen während der ganzen Nacht brennen zu lassen.

Alain Schür wurde im Reuländer Gemeinderat als neuer Finanzdirektor vereidigt (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Alain Schür wurde im Reuländer Gemeinderat als neuer Finanzdirektor vereidigt (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Neuer Finanzdirektor

Der Gemeinderat hatte auf seiner letzten Sitzung Ende Juni einen diensttuenden Finanzdirektor ab dem 1. September bezeichnet: Wenige Tage vor Dienstantritt legte Alain Schür aus Aldringen nun in der öffentlichen Sitzung den vorgeschriebenen Eid ab: „Ich schwöre Treue dem König, Gehorsam der Verfassung und den Gesetzen des belgischen Volkes.“

Alain Schür ist bislang leitender Angestellter im Finanzdienst der Gemeinde Burg-Reuland.

Grundsatzfrage bei den Kirchenfabriken

Die Rechnungslegung der einzelnen Kirchenfabriken in der Gemeinde (Aldringen, Dürler, Espeler, Oudler, Ouren, Reuland, Steffeshausen und Thommen) weist für das Jahr 2020 durchgängig Überschüsse aus.

Helmuth Wiesen, der die gesetzlich verpflichtete Übernahme möglicher Defizite der Kirchenfabriken durch die Gemeinden wiederholt kritisch gesehen hat, gab diesmal seine Zustimmung. Er wolle auch gar nicht die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Kirchenfabriken kritisieren. Das grundsätzliche Problem müsse an höherer Stelle gelöst werden. Ralph Schwall blieb bei seiner grundsätzlichen Haltung in dieser Frage und verweigerte den Rechnungsablagen die Billigung.

Stephan Pesch