Drei Reisebusse sollten bereit stehen für die Pilger aus der Eifel und dem Eupener Land. Unter der geistlichen Begleitung von Dechant Claude Theiss wollten sie sich auf den Weg nach Lourdes machen und dort eine gemeinsame Glaubenswoche erleben. Doch dazu kam es nicht.
"Ganz kurzfristig musste die Pilgerfahrt abgesagt werden, da ich ein kleines gesundheitliches Problem hatte und es mir nicht möglich war, die lange Busreise auf mich zu nehmen", so Dechant Claude Theiss. "Und wir konnten auch so schnell keinen Ersatz finden, sprich einen Priester, der in dieser ganzen Zeit frei gewesen wäre, um diese Pilgerfahrt mitzumachen."
Erneuter Ausfall der Pilgerreise
Schon im vergangenen Jahr musste die Pilgerfahrt nach Lourdes ausfallen - wegen der Corona-Pandemie. Für dieses Jahr hatten sich 88 Personen aus der Eifel und dem Eupener Land angemeldet. Dechant Theiss war über die große Nachfrage überrascht. Dementsprechend sei bei den Betroffenen die Enttäuschung groß, was er gut nachvollziehen könne. "Es tut uns bitterleid, dass wir es dieses Jahr nicht möglich machen konnten."
Zu der Entscheidung hat auch die aktuelle Corona-Situation in Frankreich beigetragen. Mittlerweile ist der Süden des Landes dunkelrote Zone, das heißt, dass die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist. Gewisse Angebote vor Ort wären nur mit einer eingeschränkten Anzahl an Personen möglich gewesen.
Dennoch Angebote für Pilger
Das Geld für die Reise bekommen die Pilger zurück. Die vorbereiteten Besinnungstexte und Gebete der Wallfahrt werden als tägliche Impulse auf der Internetseite "Lourdespilger Ostbelgien" und auf Facebook veröffentlicht. Virtuell kann man auch an der abendlichen Lichterprozession in Lourdes teilnehmen.
Und das ist nicht alles, sagt Claude Theiss: "Wir wollen auch ein reales Angebot machen: in der Pfarrkirche Schönberg, weil Schönberg auch die Lourdesgrotte hat. Am kommenden Mittwoch um 15 Uhr eine Eucharistiefeier und danach zur Lourdesgrotte gehen und miteinander den Kreuzweg erleben."
Außerdem gibt es noch zwei Gebetstreffen mit den Jugendlichen der Ichtus-Gruppe, die normalerweise die Pilger begleiten: am 21. August um 18 Uhr in der Pfarrkirche von Raeren und am 22. August in Amel. Und dann gehen auch schon die Planungen für das kommende Jahr los - in der festen Hoffnung, dass die Pilgerfahrt nach Lourdes dann stattfindet.
Michaela Brück