VoG Patchwork in St. Vith: Eine Zeitkapsel zum zehnjährigen Jubiläum

Die VoG Patchwork in St. Vith wird auch gerne als Ort der Begegnung beschrieben - und den gibt es nun seit zehn Jahren. Das ist ein Grund zu feiern. Hierbei spielt eine Zeitkapsel eine besondere Rolle.

VoG Patchwork in St.Vith (Bild: Michaela Brück/BRF)

VoG Patchwork in St.Vith (Bild: Michaela Brück/BRF)

Eigentlich sollte die Feier schon im vergangenen Jahr stattfinden. Coronabedingt ist sie immer wieder verschoben worden und nun ist sie für den Herbst geplant. Konkrete Planungen gibt es noch nicht. Um auf das zehnjährige Jubiläum aufmerksam zu machen, gibt es allerdings schon eine besondere Idee.

„Wir haben uns ausgedacht, eine Zeitkapsel zu erstellen“, so Katrin Reuter, die Koordinatorin vom Patchwork, „und die dann in unseren Gemeinschaftsgärten zu vergraben und erst zum nächsten Jubiläum in zehn Jahren wieder auszugraben. Diese Zeitkapsel ist ein Projekt, an dem dann auch Kinder mitwirken sollen.“

Aufgerufen sind Kinder, die so alt sind wie das Patchwork, also zehn Jahre alt. „Und die Idee war, dass die Kinder sich vorstellen sollen, wie das Leben wohl in zehn Jahren aussieht. Und dann dazu ein Bild malen oder eine Collage basteln oder einen Text schreiben. Das ist den Kindern überlassen, wie sie das machen wollen auf einem DIN A4-Blatt und das dann bei uns einzureichen. Und all diese Werke werden wir dann anonym und zusammen in einen Behälter tun, der dann für zehn Jahre verschlossen wird.“

Interessierte Kinder können ihre mit Namen versehenen Bilder oder Werke bei der VoG Patchwork in der Bleichstraße in St. Vith in den Briefkasten werfen. Die ersten Briefumschläge sind bereits angekommen – von Schülern, die das Projekt im Unterricht behandelt haben. „Wir haben die Bilder jetzt selber nicht gesehen“, sagt Katrin Reuter, „weil es ja eine Zeitkapsel ist und die erst gesehen werden sollen, wenn sie in zehn Jahren aufgemacht wird. Die Briefumschläge sind geschlossen bei uns angekommen und wir haben sie auch nicht wieder aufgemacht.“

„Wir sind da ganz gespannt. Und deswegen ist das auch umso interessanter, dann in zehn Jahren aufzumachen. Die Kinder sind dann 20 Jahre alt. Für die wird das dann auch lustig zu sehen, was was sie da fabriziert haben und ob sich ihre Prognosen bewahrheitet haben oder nicht.“

js/fk