Badeenten schwimmen für den guten Zweck: Rotary-Club St. Vith veranstaltet Ende Mai sein Smiley Race

Ein paar tausend Badeenten oder Quietscheenten schwimmen am 30. Mai in Deidenberg um die Wette. So etwas hat es schon vor ein paar Jahren in Eupen gegeben. In der Eifel ist nun der Rotary-Club St. Vith der Ausrichter des sogenannten "Smiley Race".

Badeente (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / amstockphoto)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / amstockphoto

Ein paar tausend der quietsch-gelben Badebegleiter werden am 30. Mai auf der Amel in Deidenberg zu Wasser gelassen – und daran kann trotz Corona im Grunde jeder teilhaben – über eine oder mehrere Rennlizenzen. „Jeder, der sich dafür interessiert, kann über die Internetseite rotary-sankt-vith.be eine Rennlizenz für 5 Euro pro Stück ergattern. Jedes Rotary-Mitglied verkauft diese Rennlizenzen“, erklärt Gerd Jetzen, der beim Rotary-Club St. Vith für das Projekt federführend ist.

Diese Rennlizenzen werden wiederum einem digital ablesbaren Barcode an jeder Ente zugeordnet. Die Idee, ein solches durch Zufall bestimmtes Rennen durchzuführen, kam aus dem Kreis der Mitglieder des Rotary-Clubs St. Vith/Eifel. „Ein Rotarier hatte das im Urlaub miterlebt und meinte, das sei auch eine gute Idee für unsere Gegend“, erzählt Jetzen.

Der Name „Smiley Race“ rührt daher, dass bei der fürs vergangene Jahr geplanten Premiere sogenannte Emojis um die Wette schwimmen sollten. Dann kam die Pandemie dazwischen, die Emoji-Schwimmer konnten nicht geliefert werden, der Rotary-Club setzte kurzfristig auf ein anderes Pferd, sprich: die bekannten Qietscheenten, ehe coronabedingt die ganze Veranstaltung auf dieses Frühjahr verschoben werden musste.

Tipps vom Tegernsee

Und auch diesmal wird sie wohl ohne Publikum stattfinden. Erfahrungswerte holten sich die Eifeler bei befreundeten Rotariern am Tegernsee, „weil die diese Veranstaltung jährlich durchführen“, erklärt Jetzen.

Die Tipps der Freunde aus Bayern konnten nicht schaden, denn „das hört sich am Anfang ganz einfach an: ein paar Enten ins Wasser schmeißen und am Ziel wieder aufnehmen, aber da gehört doch noch einiges anderes dazu“, wie zum Beispiel die Wahl der passenden Strecke. „Da gab es mehrere Alternativen, die wir uns angeschaut haben: wie die Our unter anderem in Schönberg. Da gab es auch schöne Stellen, aber das Gesamtkonzept zählt und dazu gehört auch die Infrastruktur.“

Die fand der Rotary-Club St. Vith/Eifel in Deidenberg mit der Festhalle „Zum Tünnes“ und dem dazugehörigen Parkplatz. Wie gesagt, das Smiley Race ist ursprünglich und auf Dauer „mit Publikum“ gedacht. „Natürlich planen wir das langfristig und hoffen, dass es jährlich wiederholt und verbessert werden kann. Wir machen das jetzt zum ersten Mal und schauen, was schief läuft oder was gut geht. Und wir versuchen, es noch etwas auszubauen.“

Erlös für Drogenpräventionskampagne

Am 30. Mai bleibt es jetzt voraussichtlich bei der besucherlosen Premiere. Für den Fall einer kompletten Absage „von oben“ gäbe es eine Ziehung der Gewinner; denn mit Unterstützung seiner Sponsoren winkt der Rotary-Club St. Vith/Eifel mit attraktiven Preisen, so unter anderem einer Reise nach New York, einem E-Bike und einem Familienausflug ins Disneyland Paris.

Der Erlös durch den Verkauf von Rennlizenzen beim Smiley Race fließt wiederum in eine Drogenpräventionskampagne. „Eigentlich sollte das auch 2020 anlaufen, durch die Pandemie sind wir auch da gebremst worden. Wir hoffen, dass wir in diesem oder spätestens im nächsten Jahr die Dorgenpräventionskampagne durchführen können“, so Jetzen. Und dafür sollen am 30. Mai eben möglichst viele Quietsche-Enten in Deidenberg um die Wette schwimmen.

Stephan Pesch