Gemeinde Burg-Reuland setzt weiter auf Trinkwasserversorgung mit Gouvy

Der Gemeinderat von Burg-Reuland hat mit einer Schweigeminute begonnen für den am Sonntag verstorbenen und am Donnerstag beigesetzten Ehrenbürgermeister Joseph Maraite. Zentraler Punkt der Tagesordnung war die gemeinsame Trinkwasserversorgung mit der Gemeinde Gouvy.

Schweigeminute für Ehrenbürgermeister Joseph Maraite im Reuländer Gemeinderat (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Schweigeminute für Ehrenbürgermeister Joseph Maraite im Reuländer Gemeinderat (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Die Wasseraufbereitungsanlage und Pumpstation Commanster soll instand gesetzt werden. Schon 2015, noch unter dem Vorsitz von Joseph Maraite, hatte der Reuländer Gemeinderat die Planung in Auftrag gegeben.

Seitdem hat sich vieles getan: Unter anderem wechselte in Gouvy die Mehrheit, es kam ein geplantes Auffangbecken hinzu und die Schätzkosten für das Projekt stiegen: von 520.000 Euro (ohne Mwst.) auf zirka 805.000 Euro (ohne Mwst.). Für das beauftragte Studienbüro hat sich auch der Planungsaufwand „erheblich erhöht“ – von gut 50.000 Euro auf knapp 75.000 Euro.

Zwischenzeitlich hatten beide Gemeinden die gesetzlich erlaubten Prozentsätze bei der Erhöhung von Honorarkosten unterschiedlich ausgelegt. Der Standpunkt der Gemeinde Burg-Reuland erwies sich aber als der richtige.

Der Reuländer Gemeinderat stimmte nun also einem Nachtrag zur Vereinbarung mit dem Planungsbüro zu. Schon bald soll es ein Vorprojekt geben.

Gleich mehrere Mitglieder im Gemeinderat unterstrichen, wie wichtig es sei, als Gemeinde selbst die Trinkwasserversorgung in der Hand zu haben.

Beistand bei Immobilienprojekten

Die Gemeinde Burg-Reuland ist der Lütticher Interkommunalen Ecetia (ehemals SLF) beigetreten. Sie berät Gemeinden bei der Planung und Finanzierung von Immobilienprojekten.

Im vorliegenden Fall hat sich die Gemeinde Burg-Reuland bei Ecetia Rat geholt, um eine neue Feuerwehrhalle zu planen, da die alte bei weitem nicht der Norm entspricht. Die Interkommunale plant derzeit auch andere Feuerwehrhallen.

Ein Entgelt verlangt sie nicht für ihre Beratung. Nun hat der Reuländer Gemeinderat einem einmaligen Mitgliedsbeitrag in Höhe von bescheidenen 75 Euro zugestimmt.

Die genaue Finanzierung und Trägerschaft der neuen Feuerwehrhalle ist zwar noch nicht geklärt. In Abwartung einer Entscheidung will die Gemeinde aber ein Projekt klar haben.

Stephan Pesch