Lontzener Gemeinderat: Diskussion über geplante Schule in Herbesthal

Die geplante Schule in Herbesthal löste am Montagabend eine Diskussion unter den Gemeinderatsmitgliedern in der Lontzener Hubertushalle aus. Mittlerweile steht nämlich fest, wie das neue Schulgebäude gebaut werden soll. In einer vierseitigen Stellungnahme kritisierte die Oppositionsfraktion Union die geplante Vorgehensweise der Mehrheit.

Bild: Dogan Malicki/BRF

Bild: Dogan Malicki/BRF

Kritik seitens Union

Zu spät geplant, zu einseitig gedacht und nicht nachhaltig. So kritisierte Sandra Houben (Union) das Bauprojekt. Konkret beklagte Houben unter anderem das fehlende Konzept für die in Zukunft leerstehenden Schulgebäude. Diese sollen unbedingt weiter genutzt werden, um der Flächenversiegelung entgegenzuwirken.

Ebenfalls seien noch erhebliche Kosten unklar, wie z. B. für die Schulhofgestaltung, die Parkplätze oder auch die Zuwege. Darüber hinaus sei die umliegende Bevölkerung zu wenig in das Projekt involviert worden.

Roger Franssen (Union) stellte anschließend ein Alternativkonzept dar, um Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Franssen erklärte, dass durch das alternative Konzept die Gemeinde ebenfalls rund 800.000 Euro sparen könne.

Laut Gerd Malmendier (Energie) ist dies nicht richtig und ein reiner Zahlenwirrwarr. Zum Schluss der Diskussion hat die Mehrheit der Gemeinde Lontzen beschlossen, das Bauprojekt unverändert fortzuführen.

Projektautor gesucht

Die Gemeinde Lontzen ist nun auf der Suche nach einem Projektautor für die geplante Schule in Herbesthal. Die Aufgabe des Projektautors besteht darin, den bevorstehenden Schulbau zu koordinieren und als Schnittstelle zwischen Gemeinde und allen Baubeteiligten zu fungieren.

Der künftige Projektautor ist darüber hinaus verantwortlich für die erfolgreiche Umsetzung. Die Honorarkosten belaufen sind auf geschätzte 1,1 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Summe wird es eine europaweite Stellenausschreibung geben.

Corona-Hilfen

Insgesamt zahlte die Gemeinde 62.000 Euro an ansässige Horeca- und Tourismusbetriebe. Von den Hilfezahlungen profitierten 24 Lontzener Betriebe.

Darüber hinaus verkündete Finanzschöffe José Grommes (Energie), dass eine dritte Corona-Prämie ausgezahlt werde. Betroffene Lontzener Betriebe, die im Horeca- und Tourismusbereich tätig sind, können den Förderantrag bis zum 15. Mai 2021 bei der Gemeinde einreichen.

Konvention mit TERRE VoG

Umweltschöffe Yannick Heuschen (Ecolo) machte darauf aufmerksam, dass in Lontzen jährlich ca. 56 Tonnen Altkleider entsorgt werden. Von den Altkleidern werden insgesamt 54% wiederverwendet, 27% recycelt und 19% entsorgt, so der Schöffe. Vor diesem Hintergrund sei die Zusammenarbeit mit der TERRE VoG unerlässlich und wurde auf zwei Jahre verlängert. Die blauen Kleider-Container bleiben demnach weiterhin in der Gemeinde.

Fahrradprojekt

Die Gemeinde Lontzen hatte sich um ein Fahrrad-Projekt beworben, das die wallonische Region im vergangenen Jahr lancierte. Die Bewerbung beinhaltete Strategien und Maßnahmen, die im wesentlichen darauf abzielten, Arbeitsplätze, Schulen, Geschäfte etc. an das Fahrradnetz anzubinden und dadurch die sanfte Mobilität zu fördern.

Bei erfolgreicher Bewerbung hätte die Gemeinde Lontzen Subsidien in Höhe von 150.000 Euro erhalten, um geplante Projekte realisieren zu können. Schöffe Yannick Heuschen (Ecolo) versicherte, dass man an der Radwegverbindung zwischen der Rottdriescher Straße und Hellendergasse dennoch festhalten wird.

Dogan Malicki