Ländlicher Charakter: Gemeinde Amel lässt Dorfkern von Hepscheid aufwerten

Der Ortskern von Hepscheid wird aufgewertet. Ein Großteil der Finanzierung kommt über den Projektaufruf "C'est ma ruralité" der Wallonischen Region.

Dorfkern von Hepscheid (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Dorfkern von Hepscheid (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Amels Bürgermeister Erik Wiesemes sprach von einem „kleinen, aber feinen Projekt“. Wie Schöffin Anna Pauels erklärte, sind im Ortskern von Hepscheid unter anderem Parkplätze, Anpflanzungen und eine Sitzgelegenheit vorgesehen.

Die Kostenschätzung beläuft sich 21.200 Euro (einschließlich Materiallieferungen und Baggerarbeiten). Die Wallonische Region beteiligt sich mit dem vorgesehenen Höchstbetrag von 15.000 Euro. Die Arbeiten müssen bis zum 1. Juli durchgeführt werden.

Anleihe über 1,3 Millionen Euro

Für drei im außerordentlichen Haushalt vorgesehene Projekte nimmt die Gemeinde Amel eine Anleihe von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro auf: Im Einzelnen handelt es sich um den Ankauf des Gebäudes für das Dorfhaus in Schoppen (269.997 Euro), die Verstädterung Auf Öbels in Born (650.000 Euro) und die Trinkwasserleitung in Montenau (400.000 Euro).

Zugunsten der VoG „Dorfinteressen Schoppen“ übernimmt die Gemeinde außerdem eine Bürgschaft zwecks Finanzierung der Innenarbeiten am neuen Dorfhaus. Die VoG will dafür einen Kredit in Höhe von 63.000 Euro aufnehmen. „Wir können gut Bürge sein“, erklärte Erik Wiesemes, „denn das Gebäude gehört der Gemeinde.“ Die VoG Dorfinteressen nutzt es in Erbpacht und wertet es durch die Innenarbeiten auf.

Mitfahrparkplatz hinter dem Gemeindehaus

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat das Ergebnis der öffentlichen Untersuchung zum Anlegen eines Mitfahrparkplatzes hinter dem Gemeindehaus in Amel. Es sei nur eine Beschwerde eingegangen von einem Anlieger, der sich in seiner Lebensqualität beeinträchtigt fühle, sagte der Bürgermeister.

Mitfahrparkplatz in Amel (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Geplanter Mitfahrparkplatz in Amel (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Schöffe Stephan Wiesemes ergänzte, dass sich der Kommunale Beratungsausschuss für Raumordnung und Mobilität (KBRM) vergangene Woche mit einem günstigen Gutachten für das Projekt ausgesprochen habe. Dazu hatte auch die „Fahr mit VoG“ Ideen beigesteuert. Ihr gewährte der Ameler Gemeinderat für das LEADER-Programm einen Zuschuss von 0,19 Euro pro Einwohner.

Die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Ostbelgiens erneuerte die Gemeinde Amel nach dem Schlüssel von 1,094 Euro pro Einwohner. Stephan Wiesemes sprach von einer „sehr wertvollen“ Beratung sowohl für die Gemeinde als auch für mittelständische Unternehmen.

Auch Amel stützt drittes Corona-Hilfspaket

Wie die anderen Gemeinden in der Deutschsprachigen Gemeinschaft übernimmt Amel den Zwischenpart für das dritte Corona-Hilfspaket der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Bereich Tourismus.

Nach einem flämischen Modell unterscheidet dieses dritte Hilfspaket deutlicher nach Betrieben und Umsatzverlusten. „Das ist mir auf Anhieb sympathischer“, sagte Erik Wiesemes, auch wenn das für die Gemeindeverwaltung „schon Mehrarbeit“ bedeute. Aber es gelte, den Betrieben in der Krise zu helfen. Darum sei es eine „sinnvolle Dienstleistung“.

Coronabedingt tagte der Ameler Gemeinderat wieder „außerhalb“. Seine Runde durch die Gemeinde führte ihn diesmal in die Schützenhalle von Heppenbach.

Am Dienstag tagte der Gemeinderat Amel in der Schützenhalle von Heppenbach (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Am Dienstag tagte der Gemeinderat Amel in der Schützenhalle von Heppenbach (Bild: Stephan Pesch/BRF)

Stephan Pesch