Narzissenwiesen: Keine geführten Wanderungen, aber offene Zufahrtswege und Parkplätze

Die geführten Wanderungen zu den Narzissenwiesen im Jansbachtal fallen in diesem Jahr coronabedingt aus. Das haben die Gemeinden Büllingen, Hellenthal und Monschau beschlossen. Privat hinspazieren ist aber möglich, wenn man sich an die geltenden Regeln hält.

Narzissen (Bild: Chantal Scheuren / BRF)

Archivbild: Chantal Scheuren/BRF

In den Bachtälern um Büllingen, Monschau und Hellenthal fangen die Narzissen an zu blühen. Jedes Jahr wirken sie wie ein Magnet auf Naturfreunde. Der Bürgermeister von Hellenthal, Rudolf Westerburg, verpasst der Vorfreude einen kleinen Dämpfer. „In diesem Jahr finden zu den Narzissenwiesen im Oleftal, im Perlenbach- und im Fuhrtsbachtal keine geführten Wanderungen statt.“

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass zu diesen Wanderungen unterschiedlich starke Gruppen kommen: bei schlechtem Wetter fünf bis sechs Leute, aber bei schönem Wetter auch 20, 25 oder 30 Personen. Das ist unter den derzeit geltenden Coronabestimmungen nicht gut realisierbar für denjenigen, der die Führung vornimmt.“

Jeder kann auf eigene Faust zu den Narzissenwiesen fahren und dort entlang wandern. Darauf haben die Gemeinden sich grenzübergreifend verständigt. „In diesem Jahr bin ich auf die Kollegen zugegangen und habe darum gebeten, dass wir uns frühzeitig zusammensetzen mit Blick auf die Corona-Situation, die in Belgien ja ein wenig unterschiedlich, aber nach wie vor genauso schwierig ist wie bei uns in Deutschland.“

„Damit wir uns auf eine gleichgelagerte Vorgehensweise verständigen können. Es macht keinen Sinn, wenn beispielsweise Monschau oder Hellenthal oder Büllingen Narzissenwiesen schließen würde. Das würde sich an den anderen Punkten, die vielleicht noch offen wären, konzentrieren und dort zu Chaos führen.“

Die Fahrzeuge müssen auf den öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden. Die Bürgermeister appellieren gemeinsam an die Besucher, sich rücksichtsvoll zu verhalten. „Das heißt: Nicht in Gruppen zusammen zu gehen, es sei denn, man ist unmittelbare Familie. Da man sich in der freien Natur bewegt, Abstände zu anderen Personen einzuhalten, wenn irgendwie möglich. Das werden wir auch kontrollieren.“

„Es wäre schön, wenn sich alle daran halten und wir die Narzissenwiesen offen lassen könnten. Wenn wir feststellen, dass die Menschen sich nicht daran halten oder, wie im vergangenen Jahr, Bereiche zum großflächigen Picknick oder zu Veranstaltungen nutzen, dann werden wir die Zugänge insgesamt schließen. “

So sieht es auch der Büllinger Bürgermeister Friedhelm Wirtz. Die Vorgaben im Jansbachtal sind ähnlich wie in den Tälern des Perlenbachs und der Olef. „Von belgischer Seite aus, dass man sich mit maximal zehn Personen draußen treffen darf, dass man natürlich gemeinsam wandern darf, aber ohne die Wanderwege zu verlassen. Falls man den Abstand von 1,5 Metern minimum nicht einhalten kann, ist Maskenpflicht angesagt. Das sind die Vorgaben, die in unseren Wäldern und entlang der Narzissenwälder zur Anwendung kommen.“

Damit die Zufahrtswege und die Parkplätze geöffnet bleiben können, rät der Bürgermeister, die Stoßzeiten zu meiden. Zur Blütezeit der Narzissen wird es möglich sein, sich die gelbe Pracht anzuschauen – solange sich alle an die gelten Regeln im Freien halten. Darin sind sich die Bürgermeister der drei Narzissengemeinden einig.

Chantal Scheuren