Gemeinde Kelmis kauft Häuser im Zentrum der Ortschaft

Zwei Anleihen von insgesamt über einer Million Euro sorgten für Diskussionen im Gemeinderat Kelmis. Das Geld fließt in den Kauf von zwei Gebäuden im Zentrum von Kelmis. Die Häuser sollen anschließend abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Angedacht ist die Schaffung von Mehr-Generationen-Häusern.

Der Kelmiser Gemeinderat tagt in der Patronage (Archivbild: BRF)

Der Kelmiser Gemeinderat tagt in der Patronage (Archivbild: BRF)

Max Munnix stellt das Projekt nicht grundsätzlich infrage, die Finanzierung sei jedoch riskant. Weder die DG, noch der mögliche Partner hätten schriftlich zugesagt.

Für Bürgermeister Luc Frank drängt die Zeit, weil die privaten Eigentümer verkaufen wollen. Die Gemeinde habe verhandelt und Zeit gewonnen. Die Anleihen seien nach fünf Jahren zurückzuzahlen, weil man davon ausgehe, dass die Hausprojekte dann abgeschlossen seien.

Die Kinderspielplätze in der Gemeinde Kelmis erhalten neue Spielgeräte und sollen behindertengerecht werden. 100 Personen haben bisher an einer Online-Umfrage teilgenommen. Die Bürger können sich äußern, wo die Geräte auf dem Joseph-Cardijn-Spielplatz und dem Hergenrather Spielplatz stehen sollen. Die Umfrage läuft noch bis zum 21. März.

Ratsmitglied Rainer Hintemann fordert eine verständlichere Kommunikation der Gemeinde Kelmis. Bisher sei nur die Tagesordnung des Gemeinderates im Internet einsehbar. Hintemann regte an, nach der Sitzung eine Kurzfassung der Beschlüsse online zu stellen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt.

Schöffe Mirko Braem wies darauf hin, dass der Gemeinderat bereits live im Internet übertragen werde. Außerdem würden ab Sonntag auf der neuen Internetseite der Gemeinde alle Sitzungsprotokolle veröffentlicht und die Ratssitzungen online gestellt. „Für eine Zusammenfassung der Beschlüsse, über die im Rat beraten wird, sehen wir allerings keinen Mehrwert – im Gegenteil“, so Braem. „Die Protokolle sind das vollstândige und juristische Instrument. Einen Zusammenfasung der Beschlüsse macht in unseren Augen daher keinen Sinn.“

Er glaube, dass die Bevölkerung bestens informiert werde, so der Schöffe, der auf weitere Initiativen verwies. So will die Gemeinde Kelmis in Kürze ein eigenes Magazin veröffentlichen, „das es in dieser Form in der DG noch nicht gegeben hat“, so Braem.

Chantal Scheuren