Ayurveda: Gesundheitsberaterin Iris Henrotte gibt Online-Kochkurs

Ayurveda ist in Ostbelgien noch weitgehend unbekannt. In Indien gehört die Gesundheitslehre zum Alltag der Menschen. Im Lockdown hat Iris Henrotte sich als Gesundheitsberaterin weitergebildet. Online hat sie ihren ersten ayurvedischen Kochkurs gegeben und räumt mit Vorurteilen auf.

Ayurveda-Kochkurs mit Gesundheitsberaterin Iris Henrotte (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Ayurveda-Kochkurs mit Gesundheitsberaterin Iris Henrotte (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

„Im Ayurveda geht es unter anderem darum, dass man die fünf Sinne anspricht. Wenn man kocht, sollte das Essen natürlich sehr gut aussehen mit schönen vielen Farben. Es soll angenehm riechen, aber auch den Tastsinn ansprechen. Das heißt, man kann gerne verschiedene Konsistenzen mischen, damit man etwas Knackiges hat, aber auch etwas Weiches. Man soll nicht verzichten und frustriert werden, sondern genießen und Spaß dabei haben“, erklärt Gesundheitsberaterin Iris Henrotte.

Iris Henrotte kocht am liebsten mit Kräutern oder Gewürzen aus der Region: „Es geht bei Ayurveda um saisonales Essen, aber auch um sehr viele Gewürze. Da Ayurveda aus Indien kommt, denken viele, es handelt sich um indisches Essen. Das ist es aber nicht unbedingt. Die Lehre stammt zwar aus Indien, aber man kann es sehr gut mit hiesigen Gewürzen und Lebensmitteln vereinen.“

Ein weiterer Irrtum ist, dass die ayurvedische Küche nur etwas für Vegetarier oder Veganer ist: „Das ist aber nicht der Fall. Es ist für jeden geeignet. Jeder darf Fleisch essen, wenn er es möchte. Es ist nicht verboten.“ Es gibt im Ayurveda aber Empfehlungen je nach Typ: „Da gibt es im Ayurveda drei Grund-Konstitutionen und je nachdem, welcher Typ man ist, eignen sich gewisse Lebensmittel wie Fleisch- und Fischsorten besser als andere.“

Die Inhaberin eines Frisier- und Kosmetiksalons in Bütgenbach hat sich über ein Fernstudium zur Ayurveda-Gesundheitsberaterin ausbilden lassen. Den Abschluss schaffte sie im vergangenen Sommer. „Ich habe regelmäßig Prüfungen geschrieben. Im Abschlussjahr musste ich eine Prüfung in Berlin ablegen, in der es auch einen praktischen Teil gab. Da wurde auch nochmal zusammen ayurvedisch gekocht, aber auch die ayurvedischen Massagen wurden uns gelehrt. Ayurveda ist nämlich ganzheitlich und weil die Massagen entgiftend sind, waren sie auch ein Teil der Praxis.“

Im Lockdown blieb ihr Friseur- und Kosmetiksalon dreieinhalb Monate geschlossen. In der Zeit hat sie sich mit Ayurveda ein zweites Standbein aufgebaut. Vor allem gehe es darum, gesund zu bleiben: „Im Ayurveda geht es darum, präventiv zu arbeiten – gerade auch in der Gesundheitsberatung. Alles, was gut für den Stoffwechsel ist, ist auch gut für die Gesundheit“, so die Beraterin. „Denn alles, was schlecht verdaut wird, verursacht Schlacken. Diese Schlacken setzen sich im Körper ab und sind verantwortlich für viele Krankheiten. Deshalb ist es wichtig, nicht erst zu reagieren, wenn man schon krank ist, sondern schon vorher etwas zu machen.“

Mehr Infos zu den Ayurveda-Angeboten von Iris Henrotte gibt es auf ihrer Webseite shine-inside.be.

Chantal Scheuren