Gemeinderat Bütgenbach diskutiert über Stromversorgung

Die Stromversorgung der kommunalen Gebäude in den nächsten drei Jahren sorgte am Donnerstagabend für Diskussion im Bütgenbacher Gemeinderat.

Gemeindehaus von Bütgenbach / Bild: Julien Claessen (BRF)

Das Gemeindehaus von Bütgenbach (Archivbild: Julien Claessen/BRF)

Auch in den nächsten drei Jahren kommt der Strom für die Gemeindegebäude in Bütgenbach wieder von der sogenannten Ankaufszentrale der Provinz Lüttich. Das entschied am Donnerstag der Gemeinderat.

Jedoch sorgte das Thema Stromversorgung auch für Diskussionen. Für den Schöffen Stéphan Noel hat die Ankaufszentrale der Provinz zwei große Vorteile: Zum einen spare sich Bütgenbach so den hohen Verwaltungsaufwand und zum anderen stimme der Preis.

Die Opposition sah das jedoch ganz anders. FDG-Mitglied Hermann-Josef Pauels forderte, dass die Gemeinde den Ankauf von Strom selbst in die Hand nehmen solle. Schließlich käme der Strom der Provinz von Großkonzernen, die teilweise nicht mal ihren Sitz in Belgien hätten. Dabei gäbe es auch regionale Stromanbieter. Es sei doch im Sinne der Gemeinde, die lokale Wirtschaft und nicht einen internationalen Großkonzern zu fördern, auch wenn das einen Mehraufwand bedeutete.

Am Ende hatte die Ankaufszentrale die Mehrheit. Doch Bürgermeister Daniel Franzen räumte ein, dass man das Thema regionale Stromversorgung in den nächsten Jahren nicht aus den Augen verlieren werde.

Sanierungsprämien für Altbauten

Der Gemeinderat Bütgenbach hat am Donnerstagabend auch beschlossen, die Sanierungsprämien für Altbauten zu ändern. Unter anderem sieht diese Änderung vor, dass man künftig auch für Häuser, die erst vor 40 Jahren das erste Mal bewohnt wurden, eine Prämie beantragen kann. Bisher war das erst für Häuser möglich, die mindestens 50 Jahre alt waren.

Grund für das neue Mindestalter sei, dass auch 40 Jahre alte Häuser einen Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz hätten, so Schöffe Charles Servaty. Auch die neuen Sanierungsprämien bleiben weiterhin mit den Prämien von der Wallonischen Region und Deutschsprachigen Gemeinschaft vereinbar.

Sarah Dederichs