Baumpflanzung in der Eupener Simarstraße: Eiche ersetzt Blutbuche

Vor mehr als einem Jahr wurde in Eupen, unweit des ehemaligen Kurhauses an der Simarstraße, eine 130 Jahre alte Blutbuche gefällt. Als Grund wurde Pilzbefall angegeben. Diese drastische Veränderung im Landschaftsbild wurde nun korrigiert. Die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von der Heiligen Familie hat einen Ersatzbaum gestiftet, der am Mittwoch eingepflanzt wurde.

Bild: Andreas Lejeune/BRF

Bei der Baumpflanzung legten die Schwestern auch selbst Hand an (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

Nur noch Überbleibsel erinnern an die alte Blutbuche. Ein Teil des Stammes wird in die Hände der Holzklasse des RSI übergeben. Dann sind auch die letzten Reste der alten Pflanze verschwunden.

Doch Ersatz ist bereits auf dem Weg, unterstützt und finanziell getragen von der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von der Heiligen Familie. „Dieser Baum steht an diesem geschichtsträchtigen Ort von Eupen und es ist ein geschichtsträchtiger Ort für uns Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“, betont Generaloberin Marianne Jungbluth.

Für jeden gefällten Baum sollte doch ein neuer gepflanzt werden, findet die Schwester, der das Thema Umweltschutz am Herzen liegt. Doch auch die eigene Geschichte findet sich in der Initiative um den neuen Baum wieder. „Unsere Schwestern waren mehr als 100 Jahre hier tätig. Uns bedeutet der Ort viel, und alles, was damit verbunden wird, und somit auch dieser Baum, die Blutbuche, der uns nicht nur immer Freude gemacht hatte, sondern das ganze Jahr über auch viel Arbeit. Aber jeder Baum ist ein Reichtum und sicher auch ein Baum, der mehr als 130 Jahre alt war.“

So soll die neugepflanzte, circa 40 Jahre alte Eiche auch an die Gründerin der Gemeinschaft erinnern. Eine Gedenktafel soll zeitnah unweit des Baumes angebracht werden. Bis es soweit ist, wird der Baum noch drei Jahre gegossen und gepflegt werden, so dass sich die Pflanze bestmöglich in die neue Umgebung fügt und bald ein fester Teil des Ortes wird.

Andreas Lejeune