„Jöhlwater“: Union Kelmis verkauft eigenes Bier

Die Corona-Krise hat die regionale Sportwelt hart getroffen. Nachdem die Meisterschaften vor einigen Wochen erneut unterbrochen wurden, bangen die Vereine ums Überleben. Denn ohne Spiele fehlen auch die Einnahmen.

Das Etikett des Jöhlwater-Biers von Union Kelmis (Bild: RFCU)

Das Etikett des Jöhlwater-Biers von Union Kelmis (Bild: RFCU)

Der RFC Union Kelmis geht in der Krise einen neuen Weg. „Wir verkaufen Bier“, erklärt Präsident Vincent Hubert. „In Corona-Zeiten muss man Geld in den Verein einbringen. Wir haben überlegt, was wir machen können und da sind wir darauf gekommen, Bier zu verkaufen.“

Das hauseigene Bier wurde von der ersten Mannschaft, der Reserve und der Jugend gemeinsam geplant und „Jöhlwater“ getauft. Hergestellt wird das Bier in Fléron. Das Etikett zeigt „et Küsch“ (das Schwein, das Kelmiser Karnevalssymbol), das eine Flasche „Jöhlwater“ in sich hineinschüttet.

Auch den Geschmack hat die Union selbst gewählt. Eine 15-köpfige Gruppe hat verschiedene Biersorten probiert und sich am Ende für ein Blondes Tripel entschieden. Das Bier kann man im Onlineshop der Union Kelmis kaufen.

Ein Six-Pack „Jöhlwater“ kostet 15 Euro. Klingt nach viel Geld – aber der Verein kann es gut gebrauchen, sagt Vincent Hubert. „Ich glaube, es wird schwer, zu überleben. Wir müssen jetzt schon arbeiten für die Zeit danach. Wie geht es weiter im Februar, März oder April? Wir wissen nicht, wie es mit der Theke und den Eintritten läuft. Ich arbeite lieber jetzt, als wenn es zu spät ist.“

Robin Emonts