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Woche des Fairen Handels: Eupen ruft zum Recyceln von Handys auf

02.10.202016:08
  • Eupen
Stadt Eupen ruft zum Recyceln alter Handys auf (Bild: Andreas Lejeune/BRF)
Stadt Eupen ruft zum Recyceln alter Handys auf (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

Nichts ist im Alltag so omnipräsent wie das Handy, genauer noch das Smartphone. Es vernetzt die Menschen in die Welt hinein - nicht nur digital, sondern auch materiell. Denn viele der in einem Handy verbauten Rohstoffe werden in Ländern der dritten Welt abgebaut. Und das oft unter unfairen Bedingungen. Genau darauf möchte die Stadt Eupen in der Woche des Fairen Handels aufmerksam machen.

Der Handymarkt überschwemmt den Markt fast täglich mit neuen Innovationen. Schneller, hochauflösender, mit verbesserter Kamera - kurzum: das neue Smartphone ist einfach besser. Und das alte? Nun, das landet kurzerhand in der Schublade und wird vergessen.

Zu Unrecht, wie Alexandra Hilgers findet, die Koordinatorin der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde Eupen. "Da stecken jede Menge Rohstoffe drin. Also rund 30 wirklich wertvolle Metalle - Platin, Gold, Kobalt oder Kupfer. Und man kann diese Handys zu 99 Prozent recyclen und die wertvollen Rohstoffe natürlich auch zurückgewinnen. Es sind wahre Rohstofflager."

Diese Rohstoffe sind oft nur in kleinsten Mengen in den Handys vorhanden. Doch trotzdem lohnt sich das Recyceln und wiederverwerten. Denn die Umstände, unter denen diese Rohstoffe abgebaut werden, sind oft miserabel. "Der faire Handel wirft vor allem das Schlaglicht auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten am Anfang der Lieferkette eines Produktes", so Alexandra Hilgers.

Alexandra Hilgers, die Koordinatorin der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde Eupen (Bild: Andreas Lejeune/BRF)
Alexandra Hilgers, die Koordinatorin der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde Eupen (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

"Ob das jetzt Kaffee ist, Kakao oder ein Handy ist eigentlich da gleichwertig. Und der Produzent am Anfang der Lieferkette beim Handy ist der kleine Bergmann, der im Kongo zum Beispiel oder andernorts auf der Welt unter wirklich oft schwierigen, schlimmsten Arbeitsbedingungen ohne Schutzausrüstungen zu einem Hungerlohn Rohstoffe abbaut."

Beim Benutzen des Smartphones wird das einem jedoch nicht unbedingt bewusst. Die Stadt Eupen sieht sich also in der Verpflichtung zu sensibilisieren - und das gerade bei jungen Leuten. Also sucht sie den Weg in die Eupener Schulen. Dort wird Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt.

Daneben werden alte, kaputte Handys eingesammelt. "Die Handysammelaktion, also dass man selber aktiv wird, ist eigentlich so ein bisschen unser Motor, um das Thema nach vorne zu bringen, das Bewusstsein zu wecken für diese Thematik und für die Hintergründe, die so im Handy stecken. Wir wollen da einfach Aufmerksamkeit für die Probleme, die damit verbunden sind, schaffen."

Auch wenn vor allem Jugendliche angesprochen werden sollen, jeder kann seine alten Handys abgeben - alternativ im Weltladen Eupen oder in den Wertstoffhöfen. Die Woche des Fairen Handels geht vom 7. bis zum 17. Oktober. Für jedes Handy, das in diesem Zeitraum gesammelt wird, spendet die Stadt Eupen 50 Cent.

Konkrete Hilfe in Kinshasa

Die Spenden gehen dann an die VoG Bana Kelasi aus Eupen. Die Hilfsorganisation gibt es bereits seit 2008. "Wir haben ein eigenes Waisenhaus in Kinshasa, schon seit 2013. Und dazu ein Agrarprojekt seit 2015, wo wir wirklich diese Hilfe zur Selbsthilfe leisten wollen, damit im Agrarprojekt Gewinne erzielt werden, damit auch das Waisenhaus langfristig auf unabhängige, eigene Beine kommen kann", erklärt Vizepräsident Simen Van Meensel.

Bana Kelasi freut sich über die Sensibilisierungsarbeit und hofft auch, auf die eigene Sache aufmerksam machen zu können. Während der fairen Woche geht es aber konkret um ein Projekt. "Mit dem Spendengeld möchten wir vor allem ein sehr konkretes Projekt bei uns ausarbeiten: den Hennenstall auf dem Gelände des Waisenhauses renovieren und auch das Feld neu bewirtschaften, jetzt kommt nämlich die Regenzeit, damit wir ein gutes Erntejahr haben."

Auf die Problematiken langer Handelsketten aufmerksam machen und gleichzeitig junge Menschen in der dritten Welt unterstützen - das sind die Ziele, die die Stadt Eupen mit der Fairen Woche erreichen will. Und einen Wunsch äußert Alexandra Hilgers zum Ende auch noch: "dass zumindest aus jedem dritten Haushalt in Eupen ein altes Handy kommt."

Simen Van Meensel von der VOG Bana Kelasi (Bild: Andreas Lejeune/BRF)
Simen Van Meensel von der VOG Bana Kelasi (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

Andreas Lejeune

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