Gemeinderat Amel macht Weg frei für Dorfhaus Schoppen

Der Ameler Gemeinderat hat den Haushalt angepasst: Im ordentlichen Dienst beläuft sich der Überschuss jetzt noch auf fast 1,5 Millionen Euro. Auch der Investitionshaushalt wurde erhöht - vor allem wegen des Projekts Dorfhaus Schoppen. Der Rat genehmigte die Anpassung einstimmig.

Gemeinderat Amel in Deidenberg

Zwecks Wahrung der Abstandsregeln tagte der Ameler Gemeinderat diesmal in Deidenberg (Bild: Stephan Pesch / BRF).

Die Erhöhung im außerordentlichen Haushalt kommt vor allem durch den Ankauf einer Immobilie in Schoppen. Dort soll ein Dorfhaus eingerichtet werden. Die Gemeinde kauft Erdgeschoss und erste Etage in einem Haus, das gerade gebaut wird. Dafür sind 380.000 Euro vorgesehen. Eingetragen wurden auch die zu erwartenden Zuschüsse seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Die Gemeinde Amel behält eine Option auf das zweite Obergeschoss. Das, so Oppositionsmitglied Gary Jost, könnte auch mit Blick auf die Offene Jugendarbeit interessant sein.

Das Gebäude soll als Probelokal für den Musikverein dienen, als Treffpunkt für Senioren, Landfrauen und Schulkinder (etwa beim Mittagstisch). Auch der Dartclub kann dort unterkommen.

RAVeL-Verbindung nach Vielsalm

Durch einen Geländetausch kann auf Ameler Seite nun auch die letzte Lücke geschlossen werden für die RAVeL-Verbindung zwischen Born/Friedhof und dem Gewerbegebiet Kaiserbaracke bzw. von dort weiter über Recht nach Vielsalm. Amels Bürgermeister Erik Wiesemes äußerte die Hoffnung, dass der Radwanderweg spätestens im kommenden Sommer durchgängig befahren werden könne.

Ein anderer Geländetausch ermöglicht den Radfahrern aus Wallerode (und auch aus Medell) einen Zugang zur RAVeL-Strecke zwischen Born und St. Vith. An der Walleroder Brücke wird eine Rampe angelegt. Berthold Müller merkte an, dass dabei möglichst auf den Baumbestand geachtet werden solle.

Trinkwasserverordnung gilt weiter

Der Ameler Gemeinderat bestätigte auch die Polizeiverordnung des Bürgermeisters vom 3. August in Sachen Trinkwasser. Wegen der Trockenheit wurden gewisse Tätigkeiten verboten (Auto waschen, Rasen sprengen, Hochdruckreiner nutzen). Und öffentliche Wasserentnahmestellen sind denjenigen vorbehalten, die Vieh zu versorgen haben. Die Polizeiverordnung gilt weiterhin – bis auf Widerruf.

Um die Abstandsregeln einhalten zu können, war der Ameler Gemeinderat für seine Sitzung diesmal übrigens in die Halle „Zum Tünnes“ nach Deidenberg ausgewichen.

Stephan Pesch