Die kleinen Mühlenwichtel: Die ersten Co-Tagesmütter starten in Ostbelgien

Idyllisch gelegen ist die renovierte Scheune, in der die ersten Co-Tagesmütter Ostbelgiens bald ihre Arbeit aufnehmen werden. An der Enkelberger Mühle in Krinkelt bei Rocherath werden sich ab August "Die kleinen Mühlenwichtel" tummeln.

Lisa Adams und Nadine Hilgers (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Ab August empfangen Lisa Adams und Nadine Hilgers "Die kleinen Mühlenwichtel" in Krinkelt (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Lisa Adams hat sich vor vielen Jahren entschieden, dass sie Tagesmutter werden möchte. „Mir war es wichtig, dass ich zu Hause arbeiten kann, dass ich viel Zeit für die Kinder habe und es mir so gestalten kann, wie ich es für richtig empfinde.“

Vor zwei Jahren hat Lisa Adams mit ihrem Mann ein Haus mit einer angrenzenden alten Scheune gekauft. Die Scheune wurde für die Betreuung der Kinder ausgebaut. Die ausgebildete Erzieherin hat sich Nadine Hilgers als Co-Tagesmutter mit ins Boot genommen.

„Nadine und ich sind jeweils selbstständige Tagesmütter und Nadine betreut in meinen Räumen“, so Lisa Adams „Wir zwei arbeiten zusammen hier, was bei den anderen Tagesmüttern nicht so üblich ist. Andere Tagesmütter arbeiten im privaten Rahmen in ihren eigenen vier Wänden.“

„Derzeit haben wir rund 15 Anmeldungen und diese Kinder werden verteilt über die Woche zu uns kommen. Gleichzeitig werden immer nur vier Kinder unter drei Jahren und, pro Tagesmutter, gegebenenfalls zwei Kinder über drei Jahren betreut“, erklärt Nadine Hilgers. „Wir kaufen regional und frisch ein. Fertiggerichte wird es hier nicht geben, sondern wir werden alles frisch zubereiten.“

Lisa Adams hat den Namen „Die kleinen Mühlenwichtel“ mit Bedacht gewählt. „Vor unserem Haus stand früher die alte Mühle des Dorfes. Alle Leute kamen regelmäßig zur Mühle. Das war ein sehr bekannter Ort. Jetzt spricht man immer noch von der ‚Enkelberger Mühle‘. Wir liegen direkt am Wald, sind abgelegen vom Ortskern. Wir haben Ruhe hier, viele Vögel und Tiere um uns herum.“ Im Logo sind deshalb auch Bäume, das alte Mühlenrad und einige Wichtel zu sehen.

Nadine Hilgers und Lisa Adams (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Bild: Chantal Scheuren/BRF

Die Kinder sollen nicht durch zu viel Musik, Technik oder Medien reizüberflutet werden. „Wir haben daher viel Wert auf Holzspielzeug gelegt – alles, was keine Geräusche macht. Außerdem haben wir die Räume relativ reizarm gestaltet“, ergänzt Lisa Adams, „um den Kindern viele phantasievolle Möglichkeiten zu geben.“

Tag der offenen Tür

Am Wochenende öffnen „Die kleinen Mühlenwichtel“ ihre Pforten für interessierte Familien. Trotz der verschärften Corona-Maßnahmen kann der Tag der offenen Tür stattfinden. „Wir müssen jedoch auf Maskenpflicht bestehen“, erklärt Lisa Adams.

„Indoor dürfen wir bis zu 100 Leute empfangen, da es eine öffentliche Veranstaltung ist. Wir müssen trotzdem Acht geben, dass sich nicht zu viele Leute in unseren Räumen aufhalten. Vielleicht muss man dann auch mal draußen fünf Minütchen warten, bis eine Familie die Räumlichkeiten verlässt. Dazu sehen wir aber draußen Platz vor, wo die Eltern mit ihren Kindern warten können.“

Chantal Scheuren

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