Burg-Reuland will Bauen und Wohnen in Giebelgemeinschaft schmackhaft machen

Der Reuländer Gemeinderat will jungen Leuten weiter erschwingliches Bauland anbieten - auch da, wo im Sinne der Flächennutzung eine Giebelgemeinschaft vorgeschrieben ist.

200625 Gemeinderat Burg-Reuland

Der Gemeinderat tagte wegen der Corona-Auflagen wieder im Reuländer Kulturhaus (Bild: Stephan Pesch/BRF).

Die kommunale Verstädterung „Gracht“ in Lascheid ist in zehn Parzellen aufgeteilt. Neben einer Fläche, die einer Dienstleistungsinfrastruktur (wie möglicherweise einem Ärztehaus) vorbehalten bleibt, sollen dort freistehende Häuser gebaut werden, aber auch solche, deren Garagen aneinander grenzen, und – seitens der Raumordnungsbehörde verpflichtend – auch Häuser mit Giebelgemeinschaft.

Erfahrungsgemäß können sich Bauherren in der Eifel aber nur schwer für diese Form des Bauens und Wohnens erwärmen.

Darum schafft die Gemeinde Burg-Reuland Anreize, angefangen beim Geld: Die Baugrundstücke, auf denen freistehende Häuser gebaut werden dürfen, kosten 50 Euro pro Quadratmeter, die jenigen mit Giebelgemeinschaft nur 45 Euro.

Die Gemeinde hofft, dass der ein oder andere Interessent die Auflage dennoch schätzt und sich beispielsweise für eine Form des Mehrgenerationenwohnens entscheidet. So oder so gilt es, Missbrauch und Spekulation vorzubeugen. Die Baustellen sollen grundsätzlich jungen Paaren und Familien vorbehalten bleiben.

Stromsparende Straßenlampen

Mit dem Stromverteiler Ores hat sich die Gemeinde Burg-Reuland darauf geeinigt, schrittweise alle Straßenlampen durch Energiesparleuchten zu ersetzen. Die ersten 98 Lampen werden in Thommen ausgetauscht. In diesem Rhythmus können in zehn Jahren alle kommunalen Beleuchtungskörper umgerüstet sein.

Bei der Finanzierung ihres Anteils hat sich die Gemeinde für jährliche Raten entschieden. Dank der eingesparten Energie wird daraus sogar eine kleine Gewinnrechnung.

Der Gemeinderat genehmigte auch das von Ores vorgelegte Beleuchtungskonzept „Auf der Ley“ in Oudler. Ein solches Beleuchtungskonzept soll der Stromverteiler auch für das Neubaugebiet im Hohlbrunnenweg in Aldringen ausarbeiten.

Da, wo der Ravel in Auel den Gemeindeweg kreuzt, wird ebenfalls eine Straßenlampe angebracht. Diese gefahrenträchtige Stelle soll von der Wallonischen Region zusätzlich durch eine Bodenmarkierung entschärft werden.

Straßenstabilisierung in Ouren wird teuer

Zum Ende der Gemeinderatssitzung, die wegen der Corona-Auflagen wieder im Reuländer Kulturhaus stattfand, machte Bürgermeisterin Marion Dhur noch zwei Mitteilungen: Überraschend schnell wird die wallonische Straßenbaubehörde schon im August das verbliebene Teilstück der Regionalstraße N693 zwischen Lascheid und Oudler erneuern. Der Belag wird abgefräst und die Straße neu geteert.

In Ouren, wo die Straße am Ortseingang abgesackt ist, dürfte einiges an Kosten auf die Gemeinde zukommen. Die Analysen, die Ende Januar in Auftrag gegeben worden waren, zeigen, dass es nicht leicht werden dürfte, das Fundament zu sichern. Es gebe zwar mehrere Alternativen, aber lange könne man auch nicht warten, meinte die Bürgermeisterin – die Situation sei „nicht witzig“.

Stephan Pesch

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