Sommer ohne Kirmes?: Veranstalter und Gemeinden arbeiten an Alternativen

Eigentlich hätte am Freitag die Kirmes in Eupen beginnen sollen. Nicht das erste Fest, das wegen der Corona-Krise ausfällt. Auch in St. Vith hätte letztes Wochenende unter normalen Bedingungen die Kirmes stattfinden sollen.

Kirmes (Bild: Simonne Doepgen/BRF)

Kirmes (Bild: Simonne Doepgen/BRF)

Ob es diesen Sommer überhaupt noch eine Kirmes in Ostbelgien geben wird, kommt drauf an, wie der Nationale Sicherheitsrat entscheidet. Momentan sieht es so aus, dass Kirmes und Dorffeste ab dem 1. August wieder gefeiert werden können. Unter welchen Bedingungen? Das ist leider noch nicht klar. Deswegen fordern Veranstalter und die Gemeinden Klarheit von föderaler Ebene, was stattfinden kann – und in welcher Form.

Natürlich hoffen viele, dass die Regeln nicht zu streng ausfallen. Das sagt zum Beispiel auch Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen. Ein Fest, bei dem man nur Abstandsregeln beachten muss, hört sich tatsächlich nicht nach ausgelassenem Feiern an.

Die Gemeinden zeigen sich nicht sehr zuversichtlich. Man könnte fast schon sagen verzweifelt, denn bis dato kann man nicht im Voraus planen. Die Gemeinden zeigen sich trotz allem bemüht, dass das ein oder andere Dorffest doch noch stattfindet; Natürlich nur dann, wenn auch die Sicherheitsauflagen eingehalten werden können. Ab August könnte der Kirmes-Sommer dann doch noch losgehen.

Trost

Einige Kirmesfeiern könnten auch später im Jahr nachgeholt werden. Die St. Vither Kirmes soll auf September verschoben werden. Die Veranstalter warten eigentlich nur noch darauf, was der Nationale Sicherheitsrat erlaubt. Auch das ein oder andere Summertime-Konzert könnte in St. Vith noch kurzfristig im August oder September auf die Beine gestellt werden – wie Thomas Gritten von der Fördergemeinschaft sagte. Der Trödelmarkt wurde abgesagt.

Ob auch eine Nachhol-Kirmes für Eupen geplant ist, war noch nicht die Rede. Aber es könnte trotzdem noch Kirmes-Feeling diesen Sommer geben. Denn im Rahmen von „Eupen Open air“ hat die Stadt die Kulturschaffenden gebeten, drei bis vier verschiedene Vorschläge für ein Sommerprogramm einzureichen. Die Leute dürfen dann auswählen, welche Ideen sie am besten finden – und was umgesetzt wird. Es könnte dann zum Beispiel kleinere Konzerte oder auch Straßenkünstler in Eupen geben. Mehr zu dem Projekt gibt die Stadt im Laufe der kommenden Woche bekannt.

Raffaela Schaus

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