Fitness: Pumpen gegen den Corona-Speck

Wochenlang blieben Hanteln und Trainingsgeräte unberührt. Seit Montag dürfen die belgischen Fitnesscenter durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder öffnen. Allerdings gelten dort strenge Hygieneregeln, so auch im Lontzener Fitnesscenter Injoy.

Bild: Julien Claessen/BRF

Bild: Julien Claessen/BRF

Das Injoy in Lontzen hatte sich für seine treuesten Kunden etwas Besonderes einfallen lassen. Schon eine Minute nach Mitternacht wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag geöffnet. Und das Angebot kam gut an. Eine ganze Reihe von Kunden konnten es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht in ihrem Fitness-Center. „Es gab eine schöne Schlange. Die Leute waren froh, wieder zu kommen“, sagt David Fischer, Fitnessmanager im Injoy.

Doch es ist ein Neustart mit Einschränkungen. Nicht alle Angebote können genutzt werden. Duschen, Sauna und Schwimmbad bleiben geschlossen. „Dazu zählt auch die Umkleide“, so Fischer.

Vorsicht ist also geboten. Das drückt sich vor allem durch Hygienemaßnahmen aus. Hinzu kommt ein neues Zeitmanagement im Fitnesscenter. „Auf unserer Internetseite kann man sich anmelden für die Trainingszeit. Das sind 75 Minuten“, erklärt David Fischer. „Danach gibt es jedes mal 15 Minuten. Da schließen wir und reinigen  nochmal alle Geräte. Da murrt auch keiner. Alle zeigen Verständnis.“

Die strengen Hygiene- und Abstandsregeln erfordern nicht nur von den Betreibern Disziplin. Auch die Kunden sind gefordert. „Wir sind alle in der Verpflichtung“, sagt Patricia Loos, die Sportliche Leiterin im Lontzener Fitnesscenter.

Die Sportler nehmen es sportlich. Abmeldungen habe es so gut wie keine gegeben. Dennoch halten sich manche ältere Fitnesscenter-Besucher noch etwas zurück, weiß Patricia Loos.

Corona habe aber auch Spuren hinterlassen – und zwar etliche Pfunde. „Unsere Mitglieder sind nicht mehr so fit. Das habe ich von vielen Kollegen gehört. Es sind einige, die ein paar Kilos hinzubekommen haben.“

Der Corona-Speck soll wieder weg. Und die Fitnesscenter wollen dabei natürlich helfen.

Bild: Julien Claessen/BRF

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Manuel Zimmermann

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