Eifel am stärksten vom Sturm betroffen

Umgestürzte Bäume, Stromausfälle und Dachschäden. Das waren die Auswirkungen des Sturms, der von Sonntagmorgen bis Montag über die Eifel gezogen ist. Weismes-Malmedy, die deutsche Eifel und Luxemburg waren ebenfalls betroffen. In Ostbelgien wütete der Sturm am schlimmsten in Büllingen-Bütgenbach.

Der Feuerwehrposten Büllingen-Bütgenbach (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Der Feuerwehrposten Büllingen-Bütgenbach (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Im Laufe des Sonntagnachmittags begannen die Sturmeinsätze, die die Feuerwehr der Gemeinden Büllingen-Bütgenbach über den ganzen Sonntagabend, während der Nacht bis hin zum Montagmittag abgearbeitet hat, berichtet der Käpitän des Feuerwehrpostens in Büllingen, Werner Greimers: „Die Einsätze sind ganz verschieden: Bäume werden von den Straßen geräumt, Straßen werden freigemacht. Durch herabfallende Äste oder Bäume hängen Stromkabel herunter. Wir haben auch eine ganze Reihe von Sturmschäden, wie Platten, die von Dächern fallen oder ein Mülleimer, der über die Straße fliegt.“

Bis Montag gegen 11 Uhr hat die Feuerwehr rund 40 Einsätze absolviert. Die Einsätze sind gut verlaufen, sagt Werner Greimers: „Die Einsätze kamen zum Glück sehr regelmäßig rein. Nur in den zwei Ballungsstunden kamen drei, vier oder fünf Einsätze parallel rein. Da die Einsätze nicht dringend waren, konnten wir die Priorität nach hinten stufen. Besonders wenn es öffentliche Straßen oder Gebäude betrifft, wird sofort eingegriffen. Wenn es eine Nebenstraße ist, erhält die aber natürlich nicht erste Priorität.“

In Büllingen-Bütgenbach musste die Feuerwehr am Sonntag und in der Nacht zum Montag verstärkt ausrücken. Die anderen Eifelgemeinden waren etwas weniger betroffen.

In den Posten der südlicheren Eifelgemeinden kamen erst am Montagmorgen sehr viele Einsätze rein und mussten bis in den Nachmittag hinein abgearbeitet werden.

Die Feuerwehren fahren seit mehr als 24 Stunden Einsätze. „Allerdings sind die Leute nicht alle permanent im Dienst. Sie sind natürlich in Bereitschaft und verfügbar, aber die Einsätze werden pro Gruppe abgearbeitet. Zwischendurch haben die Leute auch mal Zeit, um eine oder zwei Stunden zu schlafen“, erklärt Werner Greimers.

„Der Trend in den letzten drei bis vier Jahren ging hin zu mehr Stürmen. Trotzdem ist es ganz schwierig vorauszusagen, ob sich der Trend fortsetzen wird.“ Die Stürme werden in den letzten Jahren viel früher wahrgenommen. Dank moderner Frühwarnsysteme kann man eine Extremsituation früh erkennen. Für die Feuerwehr hat das den Vorteil, so Greimers, dass sie die Einsatzmittel und das Personal viel besser vorbereiten kann.

Chantal Scheuren

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