Amel steckt 600.000 in Wegeunterhalt – Opposition will „keine halben Sachen“

Die Gemeinde Amel investiert im laufenden Jahr 589.000 Euro in den Wegeunterhalt. Der Opposition reicht das nicht. Sie würde mehr Geld in die Hand nehmen, um die Arbeiten jeweils abzuschließen und Folgekosten zu mindern.

Gemeindehaus von Amel

Bild: Julien Claessen/BRF

Insgesamt elf Wegestücke schlägt die Mehrheit im Unterhaltsprogramm vor, darunter die Verbindung zwischen Amel und Möderscheid. Sie wurde während der Arbeiten an der Regionalstraße bei Mirfeld stark beansprucht.

Die Mitglieder des zuständigen Ausschusses waren mit dem Projektautor alle Abschnitte einzeln abgegangen und hatten sie in Augenschein genommen. Berthold Müller bedankte sich ausdrücklich für diese Art der Präsentation. Die „Rallyefahrten“ des früheren Bürgermeisters bei den Ortsbesichtigungen hätten „eher Anlass zu Stoßgebeten“ gegeben als zum prüfenden Blick auf die Straßenschäden, meinte er scherzhaft.

Er begrüßte auch, wie die Wege repariert werden. Ihm missfiel aber, dass mit der abschließenden Deckschicht bis im folgenden Jahr gewartet werde. Das berge die Gefahr, dass Wasser und Frost eindringen. Und was in diesem Jahr nicht erledigt werde, belaste das Budget im kommenden Jahr. Bildlich meinte Berthold Müller, die Katze beiße sich in den Schwanz. Er sprach auch von „halben Sachen“.

Bauschöffe Marcel Thomé und Bürgermeister Erik Wiesemes, der selbst viele Jahre lang Wegeschöffe war, verteidigten hingegen den in ihren Augen „vergleichsweise hohen Betrag“. Außerdem würden die Wege zwischenzeitlich durchaus mit Hilfe der Nutzschicht abgedichtet.

Anders als bei allen anderen Punkten der Gemeinderatssitzung wurden sich beide Seiten aber nicht einig. Die vier Mitglieder der Opposition stimmten mit Nein.

Funkmast zwischen Amel und Meyerode

Der Telekommunikationsanbieter Telenet will zwischen Amel und Meyerode einen Mobilfunkmast errichten. Die Gemeinde Amel verpachtet dazu ein Gelände „Auf Eichenhardt“, das sie aus Privathand kauft. Bürgermeister Erik Wiesemes erinnerte an die Probleme aufgrund des schlechten Mobilfunkempfangs und langsamer Internetverbindungen. Der neue Sendemast trage zur Lösung dieser Probleme bei.

Der Gemeinderat von Amel ist prinzipiell einverstanden mit sogenannten APNR-Kameras. Sie ermöglichen es, Kennzeichen automatisch zu erfassen. So will die Eifelpolizei Wohnungseinbrüche verhindern und aufklären helfen. Eine erste Kamera auf dem Gebiet der Gemeinde Amel könnte in Born nahe der Autobahn installiert werden. Auf lange Sicht sollen in jeder Eifelgemeinde bis zu drei Kameras an strategisch wichtigen Stellen angebracht werden.

Amels Bürgermeister Erik Wiesemes erklärte, dass es nicht um die totale Überwachung gehe. Die Daten dürfen nur unter strengen Regeln genutzt werden. Finanziert werden die Kameras über den Haushalt der Polizeizone Eifel.

Eine weitere APNR-Kamera soll in einer ersten Phase in der Gemeinde Bütgenbach installiert werden. Eine dritte Kamera werde mobil genutzt, so Erik Wiesemes.

Stephan Pesch

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