Residenz Leoni und Katharinenstift im Rohbau

In Kelmis und Astenet sollen neue und bessere Plätze für Senioren entstehen. Das Katharinenstift baut an und die Residenz Leoni befindet sich in der Rohbauphase. Neben den neuen Wohnstrukturen soll auch eine neue Arbeitsphilosophie in die Räumlichkeiten einziehen.

Residenz Leoni in Astenet (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Residenz Leoni in Astenet (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Das Katharinenstift in Astenet ist sanierungsbedürftig. Durch den An- und Umbau soll mehr Komfort für Bewohner und Pflegepersonal entstehen. Der Rohbau steht und innen sind die Handwerker ganz bei der Arbeit. Heimleiterin Marie-Isabelle Hilligsmann erklärt, dass das Katharinenstift ab Oktober 2020 sehr eng mit der Residenz Leoni in Kelmis zusammenarbeiten wird. „Die Großküche und die interne Wäscherei werden auch dem Haus Leoni zugute kommen. Die Bewohner des Heims in Kelmis bekommen das Essen aus dem Katharinenstift und können ihre Wäsche im Katharinenstift waschen lassen.“

Im Anbau des Katharinenstifts entstehen 18 Einzelzimmer. Die sollen das Leben der Bewohner schöner und die Arbeit der Pfleger leichter machen. „Die Zimmer werden größer sein, 18 Quadratmeter, mit einer großen Nasszelle“, erklärt Marie-Isabelle Hilligsmann. „Diese Nasszelle gibt einen ergonomischen Vorteil für das Personal. Die ganze Wand mit dem Waschbecken kann sich zum Bett hin öffnen. So kann die pflegebedürftige Person besser gepflegt werden. Es gibt größere Fenster, das heißt mehr Licht, und viel mehr Komfort.“

In den neuen Räumlichkeiten sollen die Senioren selbstbestimmt leben und über den Alltag mitentscheiden. Genau wie in Astenet ist der Neubau der Residenz Leoni in Kelmis auf kleine Wohnstrukturen ausgerichtet. „Wir werden hier 90 Personen im Alten- und Pflegeheim unterbringen können sowie 15 Personen oder Pärchen im betreuten Wohnen auf der dritten Etage“, erklärt Marcel Strougmayer. Der große Gemeinschaftsraum soll gleichzeitig Speiseraum und Ort für Animationen sein.

Die Residenz Leoni soll ebenfalls einen Spielplatz erhalten. Was sich kurios anhört, hat durchaus Sinn und Zweck. „Viele Enkelkinder und Großenkel besuchen ihre Großeltern“, erklärt Marcel Strougmayer. „Wenn sie in der Cafeteria mit ihrem Besucher ein Stückchen Kuchen essen, ein Tasse Kaffee trinken, können die Kinder auf dem Spielplatz spielen.“ Der zweite Mieter im Haus wird Kaleido sein. Viele Kinder werden mit ihren Eltern dorthin gehen und können sich vor oder nach dem Termin auf dem Spielplatz austoben.

Marie-Isabelle Hilligsmann und Marcel Strougmayer (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Marie-Isabelle Hilligsmann und Marcel Strougmayer (Bild: Chantal Scheuren/BRF)

Die Residenz Leoni soll auch ein Treffpunkt für die Senioren aus dem Dorf werden. „Demnächst soll täglich ein Mittagstisch angeboten werden. Wir haben einen besonderen Raum dafür vorgesehen und das Essen wird vom Katharinenstift geliefert. Es finden Animationen statt. Die Senioren werden morgens abgeholt oder kommen selbst hierhin und können dann bis 15, 16 Uhr den Tag in netter Gesellschaft verbringen“, so Strougmayer.

Die Alten- und Pflegeheime in Kelmis und Astenet bauen für die Zukunft. Die Arbeiten sind in vollem Gange und lassen bisher nur erahnen, was dort entstehen soll. Für Marie-Isabelle Hilligsmann und Marcel Strougmayer besteht kein Zweifel, dass beide Häuser Ende Oktober 2020 zum Einzug bereit sein werden.

Chantal Scheuren